Kris Martin kommt ….

Kris Martin "Wanderer II"

Er wird  lapidar als Zeichner und Objektkünstler generiert - aber Kris Martin ist tatsächlich  mehr. < mehr >

28 / 09 / 2011 - 21:34 Uhr - 0

Das Ende vom 696. Und was nun?

Foto: stageBACK

Das Ende vom 696

Hinter den Eingangstoren der Nummer 696 Weihai Road verbarg sich fünf Jahre lang, etwas versteckt, die Künstler- und Galeriengemeinschaft kurz „696“ genannt. Obwohl sehr zentral gelegen, in unmittelbarer Nähe zur belebten Nanjing Road und von meiner damaligen Wohnung nur fünf Minuten entfernt, habe ich das 696 erst nach vier Monaten in Shanghai zum ersten Mal entdeckt. Aber besser spät als nie! Sofort habe ich mich „Berlin-heimelich“ gefühlt in diesen drei etwas abgerockten, schmuddelig verschachtelten Hinterhöfen mit den vielen verschiedenen Aufgängen, verborgenen Ecken und Winkeln.

2007 hat der Shanghaier Künstler Maleonn als einer der ersten ein billiges Ateliers bezogen. Weitere vierzig Künstler und vier Galerien sind bald gefolgt. Sie haben von der günstigen Miete profitiert und die ideale Lage genossen, auch wenn die Befürchtung des Abrisses und der Schließung immer in der Luft lag. Ein bisschen zu schäbig und verfallen war der Komplex, um in das glatt glänzende, saubere Stadtbild zu passen, an dem Shanghai so fleißig feilt. Die Weltausstellung 2010 hat das 696 überlebt, allerdings nur unter strengeren Auflagen. Der Galerie stageBACK wurden Stäbe vor das große Fenster geschraubt, durch das die Besucher vorher während der Eröffnungen zum BBQ auf die herrlich urbane Dachterrasse geklettert waren. Aus angeblichen Sicherheitsgründen wurde die Galerie für ein Jahr hinter Gitter gebracht.

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28 / 09 / 2011 - 18:04 Uhr - 1

Natur als Sehnsuchtsort

Marta de Menezes: "In the beginning there was the word", gesehen in "Second Nature", Mailand 2011

Seltsam: je schneller der Mensch die Natur zerstört, desto öfter trifft man sie im Designkontext an. Auf dem Wege in die gezielte Selbstauslöschung haben wir die Fischzucht fürs Wohnzimmer erlebt (Local River, Mathieu Lehanneur 2008), ernsthaft über die Anschaffung eines Kräutergarten fürs Autodach nachgedacht (Bacsac, 2007) und brav von kompostierbaren Picknicktellern gegessen (Eco Ware, Tom Dixon, 2005). Nun gehen wir einen Schritt weiter. Statt unserem schlechten Gewissen gegenüber sterbenden Fischbeständen und ausgebeuteten indischen Reisfarmern mit selbst gezogenen Möhren und fairem Konsumverhalten zu begegnen, inszenieren wir Natur als Sehnsuchtsort. Sie darf nun ins Wohnzimmer und wird zum Ornament.
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22 / 09 / 2011 - 21:55 Uhr - 1

Made by the Crowd: Praktikum Lab auf der Social Media Week in Berlin -

Experiment, Tag 55 – Idee wird zum Leben erweckt!

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Anna schreibt:

Die Finanzierungsphase für unser Projekt Praktikum Lab ist letzte Woche abgelaufen und wir konnten leider nicht das Finanzierungsziel erreichen.
Da die Crowdfunding-Plattform nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip funktioniert, gehen alle Gelder, wenn die 100%-Marke nicht erreicht wird, an die Unterstützer wieder zurück.

Da die Planungen für das Praktikum Lab auf der Social Media Week jedoch schon so weit fortgeschritten waren, haben sich die beteiligten Künstler glücklicherweise entschieden, das Projekt mit einem kleineren Budget trotzdem umzusetzen. Nachdem am letzten Wochenende das Lab an dem zentralen Ort der Social Media Week im Aufbau Haus fleißig vorbereitet wurde, konnten es am Montag Abend für die Crowd geöffnet werden. Seitdem können alle Besucher der Social Media Week nochmal in die Rolle eines Praktikanten schlüpfen und Wissen erwerben, z.B. zum Thema "How to be happy all the time" oder " How to tell a story a visually".

Oder kommt einfach selbst vorbei, noch bis zum 23.09. ist das Praktikum Lab für die Crowd geöffnet. Adresse: Aufbau Haus, Prinzenstraße 85, am Moritzplatz, Berlin

Das Programm findet ihr hier.

Und den Twitter Account hier

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Nadine schreibt:

Der Entwurf, der Anfangs eine digitale Integration mit einer eigenen Plattform vorgesehen hatte, wurde 'analogisiert'. Statt Projektion einer "Wishing Wall" für die Lern-Anfragen und -Angebote gibt es nun einen"Wunsch-Brunnen"; eine Art kleinen Teich, der die Phantasie beflügelt. Praktika-Wünsche werden auf kleine Zettel geschrieben, in eine Kugel gelegt und in den Teich hineingegeben. Die Künstlerinnen vermitteln dann zwischen Gesuch und Angebot. Eine sehr bildhafte Interpretation des Wissenspools.

Hier ist ein kleiner Einblick in das Praktikum Lab auf der Social Media Week:

Praktkum Lab auf der Social Media Week

21 / 09 / 2011 - 18:36 Uhr - 1

La Petite Maison Rouge  - oder Besuch aus Paris in Berlin

Antoine de Galbert - vor Martin Parr "Common Sense" (détail)

Antoine de Galbert beglückte mit Eröffnung von La Maison Rouge die Pariser Kunstgemeinde. < mehr >

19 / 09 / 2011 - 23:59 Uhr - 2

Arno Fischer 1927 - 2011

Arno Fischer

Arno Fischer, einer der Grossen der Zunft, der noch in diesem Jahr Spanien mit seinen Photographien begeistern konnte (Ausstellungshalle Salamanca/Spanien), nachdem  die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik (2009/2010)  ihn mit  einer Retrospektive ehrte, verstarb 84 jährig vorgestern. < mehr >

15 / 09 / 2011 - 21:54 Uhr - 0

PHOTOQUAI 3 - Images du monde - Paris

PHOTOQUAI - Quai Branly

Das Musée du Quai Branly  lud zum Dialog der Kulturen . - die nun 3.Biennale des images du monde folgte der Aufforderung. < mehr >

14 / 09 / 2011 - 2:07 Uhr - 0

HAPPY HAIKU

Takeshi Tamai "hello",2009, coffee, watercolors, graphit on paper, 18,2 x 18 cm, Foto: Dieter Schleicher

Mit einer Ausstellung zur aktuellen Japanischen Gegenwartskunst eröffnet FGS die kommende Ausstellung zum Karlsruher Galerienrundgang am Freitag, 16. September, 2011, 17-22 Uhr.

Für diese Ausstellung HAPPY HAIKU nutzt FGS die Gastfreundschaft des jungen Karlsruher Start-Up Unternehmens gloveler GmbH, um ausgewählte Werke verschiedener Japanischer Künstler exklusiv zu präsentieren.

Darunter: Kaoru Arima, Leiko Ikemura, Masahiko Kuwahara, Shintaro Miyake, Takashi Murakami, Tai Ogawa, Hiroshi Sugito, Tomomitsu Tada, Takeshi Tamai. < mehr >

12 / 09 / 2011 - 23:59 Uhr - 0

Crowdfunding für Kreative: Was steckt dahinter?

Wer die Hintergründe zu unserem Crowd-Experiment verpasst hat, kann hier nochmal nachlesen.

Experiment, Tag 46 - Endspurt der Funding-Phase

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Nadine schreibt:

Zuletzt hat das Projekt "Praktikum Lab" dank der Unterstützung von 2010LAB.tv nun doch noch ein wunderbares Pitch Video erhalten.

Hier erzählt Maya Wiseman, eine der ausführenden Künstlerinnen, wie es zu dem Projekt kam. Der Funding-Fortschritt schlich zunächst tagelang schleppend vor sich hin - doch nun haben wir, dank einer fantastischen Beteiligung von MTV, die sich allgemein als Sponsor der Social Media Week einsetzen, einen großen Sprung nach vorne gemacht!

Leider ist es schon sehr spät, und es bleiben nur noch 5 Tage für die vollständige Finanzierung des Projekts. Kommt der volle Betrag nicht zustande, erhalten die Künstler nichts und die Unterstützer ihr Geld zurück. Das sind die Regeln auf den meisten Crowdfunding-Plattformen. Hat Praktikum Lab noch eine Chance?

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Anna schreibt:

Das Projekt Praktikum Lab zeigt anschaulich die Chancen aber auch die Grenzen von Crowdfunding für Kreativschaffende. Für den Erfolg von Crowdfunding-Projekten ist es notwendig, seine Idee der Community verständlich und plausibel zu erklären und damit die Community so zu begeistern, dass die User nicht nur sagen "I Iike it", sondern "I pay for it". Das Projekt Praktikum Lab ist eine doch recht abstrakte Idee, die sich der Crowd - dem potenziellen Publikum - über die Beschreibungstexte nicht unbedingt sofort erschließt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass es kein greifbares Produkt ist, wie ein Film oder eine Musikplatte, sondern dass es eine Idee ist, die sich erst vor Ort auf der Social Media Week mithilfe der Crowd realisiert.

Damit die Idee von der Crowd verstanden wird und auch im Kopf bleibt, ist deshalb ein Pitch-Video zentraler Bestandteil eines jeden Crowdfunding-Projektes. Wenn wir uns das Video zum Praktikum Lab anschauen, verstehen wir nicht nur die Projektidee und die Motivation dahinter, sondern lernen auch die Projektinitiatorin Maya Wisemann persönlich kennen. Die persönliche Vorstellung des Kreativschaffenden ist sehr wichtig, damit Fans zu Unterstützern zu werden, da die Idee unumgänglich immer mit den Personen hinter dem Projekt verknüpft ist.

Viele Crowdfunding-Plattformen arbeiten mit dem Alles-oder-Nichts-Prinzip, das heißt der Projektinitiator erhält nur dann die Gelder, wenn das definierte Zielbudget innerhalb der vorher definierten Laufzeit erreicht wird - andernfalls erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück. Die Erfolgsquote von erfolgreich finanzierten Crowdfunding-Projekten in Deutschland liegt aktuell bei 43% (Quelle: Crowd funding-Monitor von Für-Gründer.de). Die Kreativschafffenden haben auf Crowdfunding-Plattformen die Möglichkeit ihre Ideen schon in einem frühen Stadium multimedial der Internet-Community vorzustellen und damit beim Publikum zu testen. Die Gründe, warum Projekte beim Publikum nicht so gut funktionieren können vielfältig sein: Nach unseren Erfahrungen auf Startnext sind es in der Regel nicht die Ideen, die nicht spannend wären, sondern die Präsentation auf der Plattform und die Vermarktung seines Projektes, insbesondere in der Finanzierungsphase, bleibt oft eine Herausforderung.

Ein paar Tage haben wir noch Zeit das Crowd-Experiment Praktikum Lab gemeinsam finanzieren. Nur wenn wir das Finanzierungsziel erreichen, kann das Projekt auf der Social Media Week als Installation im Planet modulor umgesetzt werden.

12 / 09 / 2011 - 10:54 Uhr - 0

11 / 09 / 2011 - 19:14 Uhr - 0