Wir sind erfreut…

Ankündigungen haben so ihre Tücken. Aber diese Zusammenstellung von Freude und Aggression ist schon beneidenswert. Aber das Bild, im übrigen ein Video als Kunstwerk von dem Fellow Mykola Ridnyi aus der Ukraine, steht ja hier nur stellvertretend für den Sommer, an dem die ausgewählten Künstler in der Sommerakademie des Paul-Klee-Zentrums in Bern  ihre Kenntnisse erweitern. Oder haben wir hier etwas missverstanden?

11 / 03 / 2011 - 15:29 Uhr - 0

Man weiss nicht Recht, welche Furie den regierenden Bürgermeister von Berlin geritten hat, für die Stadt eine Kunstaustellung zu organisieren unter dem  tautologischen Titel ‘Based in Berlin’. Wahrscheinlch die Wut darüber, dass der freie Flecken am Humboldthafen in der Nähe vom Hauptbahnhof immer noch und immer wieder von Zelten mit zumTeil seltsamen Inhalten geschmückt wird. Zur Zeit lässt sich das eindrücklich erleben, weil jetzt in der Nacht Scheinwerfer das Licht in den dunklen Himmel richten. Da kräuseln einem die Nackenhaare angesichts der Lichterspiele der Reichshauptstadt  und den Flakscheinwerfer, die den verdienten Untergang auch nicht verhindern konnten.

Es sind bessere Zeiten in Berlin, besonders in Reich der Bildenden Künste. Da wollte also der Regierende Klaus Wowereit eine avancierte ‘Budenarchitektur’ in den wortwörtlichen märkischen Sand setzen und darin zeitgenössische Kunst zeigen.

Die beiden wichtigen Fragen dabei liess er ausser acht: For what? For whom?

Die Frage stelllt sich immer noch, aber die extra dafür engagierten und entlohnten Juroren und Kuratore, unter ihnen auch die Großkuratoren Biesenbach und Obrist, müssen sich jetzt auf einen anderen Ort einlassen: den Gebäuden der Weissensee Kunstakademie  im Monbijou-Park, direkt in der besseren Mitte Berlin. Das wurde letzte Woche bekannt.

Das löst wahrlich nicht die Fragen.

Deshalb haben sich der Veranstaltungsraum ‘Salon Populaire’  und das Stadtmagazin ‘ZITTY’ zusammen getan und bieten eine Diskussion zum Thema an:

Was braucht die Kunst?

Tagestipp

DISKUSSION – Es ist Zeit, die Positionen im Streit um die Berliner Kulturpolitik einmal zusammenzuführen. Denn schon wieder hat es eine Neuigkeit aus der Debatte um die Sommerausstellung “Based in Berlin” gegeben, mit der Klaus Wowereit die Berliner Öffentlichkeit von der Notwendigkeit einer Kunsthalle überzeugen will. “Based in Berlin” wird nicht am Humboldthafen, dem vom Kultursenator bevorzugten Standtort für eine Kunsthalle, stattfinden, sondern in den ehemaligen Ateliers der Kunsthochschule Weißensee im Monbijoupark. Zitty und HAU laden daher nun zu einem öffentlichen Gespräch u.a. mit Kuratoren von “Based in Berlin”, den Initiatoren des offenen Briefs “Haben und Brauchen”, beteiligten Akteuren und Experten, auf dem hoffentlich viele Fragen des Publikums beantwortet werden können. Eintritt 3 Euro.

Danach sind wir dann auch etwas klüger oder nicht?

Heute abend 19:30 im Hau (Haus am Halleschen Ufer) Haus 1….

11 / 03 / 2011 - 12:47 Uhr - 0

Killing for Culture

Das ist der Titel einer Ausstellung der Berliner Galerie Isabella Bortolozzi. Wir sind etwas indigniert angesichts dieses Titels. Und was ist überhaupt die richtige Übersetzung: Morden für die Kultur? Sollten die Auseinandersetzungen in Libyen beziehungsweise Nordafrika als ‘Killing for Culture’ verstanden werden. Gleichzeitig erinnern wir uns an die Killing fields in Kambodscha in den Jahren 1975 bis 1979. Nicht zuletzt tauchen dann die Erinnerungen an Kulturkämpfe auf,  Islam gegen Christentum, Links gegen Rechts usw.

Wir geben es zu, wir waren noch nicht in der Ausstellung und eigentlich wollen wir auch die Ausstellung gar nicht sehen, weil dergleichen Titel denn doch zu reißerisch sind. Vielleicht wäre der Titel ‘Kunst im Kampf’ besser gewesen, aber das hört sich dann doch ziemlich deuschttümelnd an. Es muss wohl sein, der Gang in die Galerie…

10 / 03 / 2011 - 12:49 Uhr - 2

Die gefälschte Biographie

Das schöne an alten Möbeln sind ja die Spuren von Leben, die an ihnen haften. In das Holz unseres Esstisches zum Beispiel, den mein Mann vor Jahren auf dem Dach eines schrottreifen Polos aus der Provence importiert hat, haben Unbekannte in grauer Vorzeit mit dem Fingernagel böse Wörter wie „AC/DC“ eingeritzt. < mehr >

05 / 03 / 2011 - 13:00 Uhr - 0

04 / 03 / 2011 - 13:57 Uhr - 0

03 / 03 / 2011 - 18:33 Uhr - 0

03 / 03 / 2011 - 16:35 Uhr - 0