26 / 02 / 2011 - 20:51 Uhr

Thomas Struth - drei Jahrzehnte - eine Retrospektive

Burkhard Maus

Thomas Struth - "Dry Dock" (r)

Menschen, Technik und Soziales in über dreissig Jahren (1978 - 2010) - würde man die Photographien von Thomas Struth hierunter ressortieren.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K2o) schenkte diesen grossformatigen Photographien angemessenen Raum und würdigte zugleich diese lange Schaffenszeit des Photographie-Künstler.

Thomas Struth - "New Pictures from Paradise" - Blick in die Grabbehalle (détail)

Die Werkgruppen reflektieren gesellschaftliche Entwicklungen. Alles betrifft den und die Menschen, sei es in Familienporträts, Architektur von Häusern und Strassen und Technik, wobei die Themen Tiefe erfahren.

Thomas Struth

Dass Struth, Jahrgang 1954, über die Malerei zur Photographie gelangte, lassen seine Arbeiten erkennen.
Und nach seinem Studium an der renommierten staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf verging kaum ein Jahr ohne Ausstellung. Struth wurde um seinen Beitrag für die Skulptur Projekte Münster '87 gebeten, die Biennale in Venedig lud ihn 1990 ein. Auf der documenta IX war der frühere Professor der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (1993 - 1996) ebenso vertreten wie seine Bilder im vorigen Jahr im Centre Pompidou gezeigt wurden.

Thomas Struth - "San Zaccaria" (v), "Semi Submersible Rig" (m), "Museo del Prado 7" (détail) (h)

Ein Teil der Exposition (bis 19.Juni 2011) reist dann von Düsseldorf nach London in die Whitechapel Gallery, die vom 6.Juli bis 16.September 2011 - und erstmalig in England - Thomas Struth präsentiert. Fine.

26 / 02 / 11 - 20:51 Uhr

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Kommentieren Sie diesen Artikel

2 Leserkommentare vorhanden

e. cornell

17:14 Uhr  

27 / 02 / 2011 // 

Die Werkgruppen reflektieren Struths an den Kunstmarkt angepasstes Verhalten und nicht, wie der Kommentator schreibt: "gesellschaftliche Entwicklungen". . Waren es am Anfang Stadtaufnahmen von westdeutschen Städten, hat er, als alle von der Wiedervereinigung begeistert waren, gleich ein paar Bilder in Ostdeutschland gemacht. War dann schnell in Asien, knipste noch ein Paar Blümchen, denn die kommen doch immer gut an, und machte Schnappschüsse von Leuten, die ihm den Weg nach Oben erleichterten. Seine Museumsphotos haben alle Kunsthistoriker begeistert und gleichzeitig kritiklos gemacht. 'Die Werkgruppen reflektieren gesellschaftliche Entwicklungen', steht in dem Artikel. Struth reflektiert immer zur richtigen Zeit, darauf die richtigen Freunde und die richtigen Kunsthändler zu haben: die Dinge im und für das System 'richtig' zu machen. Zur rechten Zeit zu heiraten, zur rechten Zeit von Düsseldorf nach New York und dann nach Berlin zu ziehen. Sein angepaßtes Verhalten, mit Abitur und Studium, auf das Eltern stolz sein können und auch den internationalen Kunsthandel nicht stört, wird belohnt. Eine eigene Position, wie wieder in den neuen Industrieaufnahmen deutlich sichtbar, hat Struth nie eingenommen. Wie könnte er auch. Er hat nie sein eigenes Leben gelebt, eigene unverwechselbare Erfahrungen gesucht. Oder eine eigenständige Position eingenommen. Er hat sich angepasst. Ein netter Ja-Sager. Seine Fotos machen das sichtbar. Die Motive sind beliebig, auswechselbar, vergleichbar mit Fotos die Werbeagenturen benutzen und haben mit Kunst nichts zu tun. Auch wenn seine Fotos in Kunstmuseen gezeigt werden, ist Struth kein Künstler. Da half auch der revolutionäre Rauschebart nicht, den er sich extra für die Eröffnung in Düsseldorf hatte wachsen lassen. Seine Aufnahmen, die er digital aufblasen lässt, haben keinen Inhalt . Struth hat keine Haltung, kein Rückgrat. Er ist immer ein Mitmacher in Kunstmarkt-Dschungel-Camp. So wird man heute erfolgreich. Vor langer Zeit schrieb Goethe: 'Man muss erst jemand sein, bevor man etwas tun kann'.

Kritik

8:49 Uhr  

04 / 03 / 2011 // 

Ein solcher Artikel ist für den Leser eine Zumutung. Dies ist keine Reflektion der Ausstellung, sondern ein paar allgemeine Sätze über Struth, die ich überall lesen kann.Die Sätze sind ohne Zusammenhang aneinandergereiht. Und was bitte soll denn bedeuten:
"Alles betrifft den und die Menschen, sei es in Familienporträts, Architektur von Häusern und Strassen und Technik, wobei die Themen Tiefe erfahren."
Wie erfahren die Themen denn mit seinen Fotos Tiefe? Was soll denn diese Tiefe sein?
Ein, zwei eigene Sätze mit einer Einschätzung von Struths Fotografien hätte ich mir von dem Artikel schon erwartet.