06 / 06 / 2010 - 18:29 Uhr

Das Theater ist in Leverkusen und Kunst ist Leben – oder für das Zentrum Happening und Fluxus

Burkhard Maus

Wolf Vostell "13o km à l' heure"

Wolf Vostell "130 km à l' heure"

Happening und Fluxus – es ist lange her und doch erscheinen die Aktionen des grossen Künstlers gegenwärtig. Und wie wichtig Wolf Vostell (1932 – 1998) war und ist, zeigt die Resonanz und weist auf die soziale Bedürftigkeit in der emotionsarmen Gesellschaft hin.

Vostell’s Titel seiner in Kooperation mit dem Consorcio Museo Vostell Malpartida entstandenen Ausstellung “Das Theater ist auf der Strasse” erinnert auch an sein erstes 1958 in Paris realisiertes Happening. Und er gewann damit die Menschen, indem er sie in die künstlerische Arbeit, die sich nicht im Atelier sondern in der Öffentlichkeit abspielte, einbezog. Ein Anspruch, die Umwelt partizipieren zu lassen, mithin ein politischer, den wir heute insgesamt vermissen. Denn die durch ihn initiierte Aufforderung zur Reflexion, Bewusstmachung der Alltäglichkeit mit ihre Tätlichkeiten, Übergrifflichkeiten durch Dritte bot Chancen zur Veränderungen.

Kunststiftung NRW und Goethe-Institut förderten mit Unterstützung des Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens die bis zum 15.August 2010 präsentierte Werkschau (danach von Oktober 2o1o bis Februar 2011 im Consorcio Museo Vostell Malpartida).

Diese Ausstellung, kuratiert von Fritz Emslander, sollte nun als Initialzündung für die Grundsteinlegung des Zentrums für Happening und Fluxus im Museum Morsbroich genutzt werden.
Die Zeit ist längst reif und dass die Gesellschaft dringend eines Forschungszentrums für diese Kunst bedarf , zeigen ihre Zustände und Verhältnisse.

Denn: “Kunst ist Leben. Und Leben ist Kunst” – Wolf Vostell.
Eben !

06 / 06 / 10 - 18:29

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