Das müssen wir jetzt so gr0ß zeigen, damit man das eigentliche Werk auch richtig gut sehen kann: der Junge am Küchentisch. Ich kannte es schon, aber mir fiel der Name des Künstlers nicht mehr ein, kurz vorm Einschlafen. Zugegebenermassen dachte ich doch zuerst an Katharina Fritsch, aber ich fühlte, dass das der falsche Name war. Und plötzlich tauchte aus den hintersten Ecken meines Gehirn der Name ‘Martin Honert’ auf und ich wusste, das ist richtig. Den ‘Kinderkreuzzug’ mag man noch kennen…Das und diese Arbeit hat etwas von Erich Kästner..
Einstweilen war Martin Honert bekannt wie ein bunter Hund und hat unter Jean-Christoph Amann im deutschen Pavillon 1995 auf der Biennale in Venedig ausgestellt. Heute ist er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Wer diesen Job ernst nimmt, nimmt sein Werk nicht mehr so wichtig.
Diese Arbeit von Martin Honert, mit dem seltsamen Titel ‘Foto’, stammt aus dem Jahre 1993 und steht in der Sammlung Museum für Moderne Kunst Frankfurt. Das passt dann wieder zusammen, denn die Direktorin Susanne Gaensheimer ist die nächste Kuratorin für den Auftritt Deutschland auf der Biennale von Venedig.
Einerseits finde ich es schön und gut, dieses Werk auf diesem Titel zu zeigen, aber andererseits wird hier das ‘Foto’ zum Foto. Und guckt jemand genauer hin…vielleicht wenn Benjamin von Stuckrad-Barre weniger geistvoll ist. So trifft Literatur auf Kunst. Weiter so…
Via Lewandowski auf Max Goldt?
Hermann Pitz auf Thomas Bernhard?
Maria Eichhorn auf Elfriede Jelinek? usw.
17 / 03 / 2010 - 14:07 Uhr - 2
gerade per Mail erhalten…Inhalt
Richtigstellung zu Gerhard van der Grintens falschen Behauptungen zur Ausstellung JOSEPH BEUYS.PARALLELPROZESSE
In der aktuellen Ausgabe der Berliner Kunstzeitschrift Monopol behauptet Gerhard van der Grinten in einem Interview mit Cornelius Tittel, die von Dr. Marion Ackermann und Dr. Isabelle Malz kuratierte Ausstellung JOSEPH BEUYS. PARALLELPROZESSE (11.09.2010 bis 16.01.2011 in K20 Grabbeplatz) werde in Wahrheit von Heiner Bastian organisiert.
Dieser treffe seiner Kenntnis nach „alle Entscheidungen über deren Inhalt und deren Objekte“. Diese Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage. Der frühere Beuys-Mitarbeiter Heiner Bastian ist nur einer der zahlreichen gewünschten Leihgeber, jedoch in keiner Weise in kuratorische Entscheidungen zur Ausstellung einbezogen. Die Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Dr. Marion Ackermann, weist die Behauptung van der Grintens als „völlig unsinnig und schlichtweg falsch“ zurück.
Sarah Willems
Presse / Press
STIFTUNG KUNSTSAMMLUNG NORDRHEIN-WESTFALEN
Grabbeplatz 5 │ D-40213 Düsseldorf
K20 GRABBEPLATZ │ K21 STÄNDEHAUS │ SCHMELA HAUS
Fon +49 (0)211-8381-730 │ Fax +49 (0)211-8381-602
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Das passt so schön zusammen, Monopol und Bastian und van der Grinten. Aber Monopole sahen auch mal besser aus, insbesondere was Beuys angeht. Fragt sich nur, wer von den genannten Boys wen auf Glatteis geführt und wer jetzt eine rote Nase hat, weil er seine Standfestigkeit verloren hat.
Insofern kommt die Klarstellung von Marion Ackermann zur rechten Zeit am rechten Ort.
Und ganz nebenbei wirbt man für die eigene Sache. Die Ausstellung ist vom 11. September diese Jahres an zu sehen. Beuys kann man ja noch zeigen, aber wie stellt man das Werk vor am Anfang eines neuen Dezenniums, das wohl andere Anworten verlangt. Vielleicht sollte man Beuys doch eher zuhören als zugucken: Beuys hörbar und unsichtbar.
17 / 03 / 2010 - 13:15 Uhr - 0
Wenn ich in Paris bin, führt mein Weg früher oder später zu Colette – einem Concept Store in der rue St-Honoré, wo man stundenlang Kunstbücher blättern, an limitieten Düften schnuppern und in DJ-Compilations reinhören kann – und eigentlich nie etwas kauft. Sarah Lerfel, Colette’s Chefeinkäuferin hat seit 13 Jahren ein sicheres Händchen für Sachen, die besonders sind. Aber diese Neuheit läßt mich an Madames Geschmacksnerven zweifeln: Espresso zum Einatmen?
Was soll das? Das Ding heißt Le Whif, sieht aus wie ein Lippenstift, und ist die Entwicklung eines Pariser Molekularkochs mit einem Harvardprofesssor. Es funktioniert so: Man zieht den Stift etwas auseinander, setzt ihn an die Lippen und inhaliert einen ordentlichen Zug. Im nächsten Augenblick bemerkt man eine Ladung trockener kleiner Krümelchen, die gerade groß genug sind, um nicht in der Lunge zu verschwinden und heftigen Husten auszulösen. Statt dessen breiten sie sich im hinteren Rachen aus, wo sie einen Geschmack von gezuckertem erkaltetem Instantkaffee hinterlassen. Mag das jemand?
Vielleicht ist Le Whif der letzte Versuch, irgendetwas inhalierbares zu entwerfen, das mit Genuß zu tun hat und trotzdem legal in öffentlichen Räumen konsumiert werden darf. Vielleicht ist es gedacht für Leute, die gern einen Kaffee dabei haben auch wenn kein Café in der Nähe ist. Die Gegenden, in denen die Not so groß ist, dürften eher weit entfernt sein von den Vertriebsstellen wie Colette, Galerie Lafayette oder Dylan’s Coffee Bar in New York, wo Le Whif Coffee letzte Woche gelauncht wurde.
Dafür ist der Stift wenigstens aus biologisch abbaubarem Kunststoff hergestellt. Super nachhaltig also. Nur, um die Gelegenheit wahrzunehmen, sich abbauen zu können, müßte der leergewhiffte Stift auf einen Komposthaufen entsorgt werden. Auf dem Rückweg von Colette komme ich an gefühlten zwanzig Cafés vorbei, in denen amtliche italienische Espressomaschinen vielversprechend gurgeln und den schokoladig-bitteren Duft von frischem Espresso verströmen. Komposthaufen sind mir keine aufgefallen.
17 / 03 / 2010 - 8:26 Uhr - 0
Herzlich Willkommen! Dorothea Sundergeld, freie Journalistin und Design-Expertin, ist unsere neue Bloggerin für das Ressort “Design”! Ihr Blog “Worauf die Welt gewartet hat” wird seltsame, schöne oder völlig überflüssige Designobjekte vorstellen – viel Spaß!
15 / 03 / 2010 - 11:41 Uhr - 2
oder ‘Aus dem Arbeitsalltag eines freien Kunstjournalisten’
oder
‘Was hat MacOS 10.6. mit Windows gemeinsam?’
14 / 03 / 2010 - 10:36 Uhr - 0
Galerien - Zentrum 'Schönhauser Strasse 8'
Durch die Initiative von Thomas Zander wurde heute in Köln ein neues Zentrum für Kunst eröffnet.
Ihm gelang es, Anke Schmidt, Iris Maczollek und Michael Wiesehöfer für Gemeinsamkeiten zu gewinnen. < mehr >
13 / 03 / 2010 - 19:27 Uhr - 0
Ernst Ludwig Kirchner "Zwei Frauen"
Kaum hatte The European Fine Art Fair Maastricht (Tefaf) ihre Tore geöffnet, wurden bereits die ersten und guten Käufe getätigt.
12 / 03 / 2010 - 0:35 Uhr - 1
Unser kleiner Ausflug nach Wien führte uns über die Dunhill-Raucherlounge in Fuhlsbüttel ins „Element6“, die aktuelle Ausstellung von Christoph Büchel in der Wiener Secession, und gleichzeitig ein schnuckeliger Swinger-Club. Ziel unseres Ausflugs war die Recherche für eine PorNO-Ausstellung, die der Kurs im Winter 2010 in Hamburg plant. Hierfür wurde ein Fragenkatalog entwickelt, dessen Beantwortung durch die Besucher des Swinger-Clubs die letzten Ergebnisse für die Realisierung des Projekts liefern sollte. < mehr >
11 / 03 / 2010 - 14:55 Uhr - 6
Albrecht Schäfer "Ein Tag"
Speziell für einige Räume entwickelte Albrecht Schäfer umsichgreifende Installationen, die in den Konditionen an Grösse und an Licht keine Beeinträchtigungen fanden. < mehr >
07 / 03 / 2010 - 16:52 Uhr - 0
Sophie Calle
Mit “Prenez soin de vous” bot Sophie Calle Einblicke in die Tiefe und löste Betroffenheit bei den Besucherinnen und Besuchern des französischen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2007 aus. Auch das andere Kunstwerk veranlasste, zu reflektieren. Es ging um das Sterben ihrer Mutter. < mehr >
06 / 03 / 2010 - 17:20 Uhr - 0

na den Termin muss man sich ja gleich rot im Kalender anstri...
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Guten Tag - Samstag auf der ART Cologne ich möchte ein gro...
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sehr stark und präsent! unglaublich welche geschichte jede v...
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