25 / 03 / 2010 - 10:26 Uhr

Frankensteins Hamster

Dorothea Sundergeld

Das schwache, pulsierende Leuchten, das man in diesem Film sieht, ist nicht besonders eindrucksvoll, könnte aber ein Ausweg aus Energiekrise und schwindenden Ressourcen sein. Sagt der Designer Joris Laarman. Der Niederländer zeigt noch bis zum 10. April in der Gallery Friedman Benda in New York eine Ausstellung, in der neben Möbeln, von Bäumen und Knochen inspiriert sind, eine Leuchte zu sehen ist, die zur Hälfte lebt: Half Life Lamp.

Geboren wurde sie am 23. Februar in einem niederländischen Labor. Das schwache Leuchten, das sie ausstrahlt, stammt von Zellmaterial, das den Eierstöcken chinesischer Hamster entnommen wurde. Nun sind Nagetiere normalerweise nicht in der Lage, wie Tiefseefische oder Quallen zu leuchten. Es würde sie auch nicht weiterbringen. Diese Zellkultur aber wurde in den 90er Jahren mit dem Bioluminiszenz-Gen von Glühwürmchen angereichert. Wenn man sie jetzt mit dem Enzym Luziferin zusammenbringt, kommt es zu der chemischen Reaktion, die auch bei anderen Organismen die Produktion von Licht auslöst. Das hört sich vielleicht gemein an, aber es haben keine Tiere bei diesem Prozess Schaden genommen, denn die Zellkulturen werden schon seit 1957 in einem chinesischen Lebor am Leben gehalten.

25 / 03 / 10 - 10:26 Uhr

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