Der Exhibitionist

Das hört sich nach einem besonders rigiden Vertreter der Freikörperkultur an, dabei ist es nur die Übersetzung des Titels eines neuen Kunstmagazin. Und der Untertitel macht den Titel dann fast verständlich: Journal on exhibition making.

So haben wir hier also das erste Magazin, dass sich in Artikeln, Kritiken und Bemerkungen dem Thema der Ausstellung widmet. Und man fragt sich: Erst jetzt? Schliesslich sind die Feuilletons voll von Ausstellungsbesprechungen, von Besprechungen von Ausstellungen. Tatsächlich geht es dabei vor allem um Werke von Künstlern und Künstlerinnen und weniger um deren  Display, Präsentation im Raum, an der Wand oder auf dem Boden, in welchen Kontext, politisch gesellschaftlich oder kommerziell. Oder alles zusammen. Und das wird hier wieder auseinander getüftelt….

Worum es in diesem Heft geht, lässt sich im Blick auf das Inhaltsverzeichnis klären. So schreibt Chuz Martinez über die Documenta 12 (Documenta 12 and the future of thinking). Es gibt unterschiedliche reviews der Istanbul Biennale (von Jessica Morgan, Ulrike Groos, Jill Winder und Yilmaz Dziewior) inklusive Bildteil. Unter der Rubrik ‘Typologies’ wird die Solo Show betrachtet und das Format der Kunsthalle. Das alles auf englisch , aber das sollten keinen vom Lesen abhalten.

Es gibt viel zu tun, aber erst mal lesen..

Für 10 €  in der guten Kunstbuchhandlung oder direkt bei Archive Books, Dieffenbachstr. 31, 10967 Berlin. Die Vernissage zur Vorstellung war gut besucht, aber die üblichen Verdächtigen hatten wohl andere Termine….

Und hier der TITEL…

12 / 02 / 2010 - 14:33 Uhr - 0

http://www.dailymotion.com/videoxbdx2d

….. ALLRIGHT, HERE COMES PART III

12 / 02 / 2010 - 11:57 Uhr - 0

Neulich in der Zukunft

So sieht es aus, das perfekte Dasein in lebensfeindlicher Umgebung

Das Öl ist alle. Bald jedenfalls. Das gibt den Optimisten dieser Erde die Gelegenheit, sich wieder schamlos dem alten Größenwahn der Moderne in die Arme zu werfen: der Utopie. Nachdem das letzte Jahrhundert lange gebraucht hat, um an seinen Revolutionen und Tabula-Rasa-Planungen zu genesen, man den Ausgleich durch Kompromisse als humanes Kapital zu schätzen gelernt hat, zaubert die Angst jetzt wieder den ganz großen Maßstab aus dem Hut. Das Ende einer Epoche wird als Rechtfertigung genommen, endlich wieder radikal neu zu denken. Und wie immer steht am Anfang das Versprechen, das alles gut wird, am Ende aber der Horror aller Omnipotenz: Die Ideale Stadt.

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10 / 02 / 2010 - 18:35 Uhr - 0

Vier Frauen – mit und ohne Wagen

Alberto Giacometti "Petite Figurine"

Alberto Giacometti, zur Zeit Thema interessierter Kunstkreise – ausgelöst durch das spektakuläre Auktionsergebnis bei Sotheby’s in London, präsentiert sich in Duisburg – aber anders. < mehr >

09 / 02 / 2010 - 23:49 Uhr - 0

http://www.dailymotion.com/videoxbdx10

SO, NACH LANGER ENTHALTSAMKEIT HIER  TEIL II

” JUNGER MANN ZUM MITREISEN GESUCHT “

09 / 02 / 2010 - 11:09 Uhr - 1

Nicht alle Tassen…

habe ich mehr im Schrank, vor allen nicht die von der Documenta.

Vor kurzem ist mir eine Tasse aus der Hand entglitten und in den Spülstein gefallen und dort in viele Einzelteile zerfallen.

Übrig bleibt ein Exemplar von der Documenta 11 und eine Fälschung. Denn der Becher von der letzten Documenta ist selbst fabriziert, weil das vor Ort angebotete Exemplar nicht meinen Erwartungen entsprach.Obwohl die ‘Strichliste’ mir sehr gut gefallen hat.

Die Documenta Geschäftsführung hat mir jedenfalls geantwortet:” Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir über keine D11 Tassen mehr verfügen. Wir hätten Ihnen gern weitergeholfen.”

Müssen wir also warten bis zur D13….

Bis dahin studieren wir diese Liste:

Featured Resources:
January 2010

Selected by Carolyn Christov-Bakargiev

1. Gertrude Stein – If I Told Him: A Completed Portrait of Picasso (1934-35) (Stein page on Ubu)
2. Paul Chan – Untitled Video on Lynne Stewart and Her Conviction, The Law, and Poetry (2006)
3. Maya Deren – A Study in Choreography for Camera (1945)
4. Forough Farrokhzad – Radio Tehran Sessions (1962-1964) (Farrokhzad page on Ubu)
5. Canada Inuit Games and Songs – Katajjaq (Inuit page on Ubu)
6. John Cage – Mushroom Haiku, excerpt from Silence (1972/69) (from The Dial-A-Poem Poets LP)
7. Dara Birnbaum – from “Damnation of Faust Trilogy” (1983)
8. Tacita Dean – Kodak (2006)
9. Dan Graham – Performer/Audience/Mirror (1975)
10. Jacques Lacan – Télévision

Carolyn Christov-Bakargiev is the Artistic Director of Documenta 13 to take place in 2012.


06 / 02 / 2010 - 16:15 Uhr - 0

05 / 02 / 2010 - 16:56 Uhr - 0

The Expansiveness of Iwan Wirth

Iwan Wirth

Neben dem Stammhaus in Zürich, dem Sitz von Hauser & Wirth, gehört zu den Ausstellungsplätzen des umtriebigen Galeristen Iwan Wirth u. a. New York.

In London ist er bereits in Piccadilly und Old Bond Street vertreten. Das scheint nicht zu reichen. Im Herbst eröffnet Wirth – mit Louise Bourgeois-Exponaten – nun auch im Mayfair eine Dependace.
23 Savile Row lautet die Adresse. Fine, die Entourage. Das passt auch zu seiner Künstlerinnen- und Künstlercollection, ebenfalls fine. Fine arts, very fine.

Bietet sich doch an, anlässlich der Frieze Art Fair einen Besuch zu realisieren.

03 / 02 / 2010 - 21:03 Uhr - 0

Leaving Las Moscow

Ein Anfang ist gemacht: Porno-Bilder aus Grosny in Moskau auf der Werbe-Screen

In Tschetschenien haben sie es endlich begriffen. Um die russische Konsum-Diktatur zu bekämpfen, ist die terroristische Eskalation das falsche Mittel. Was es im Zeitalter der digitalen Selbstbefriedigung braucht, um ein selbstgerechtes System zur Erschlaffung zu bringen, sind Porno-Hacks auf Werbeschirmen. Als an einer Moskauer Ausfallstraße letzte Woche für Minuten ein Hardcore-Video lief, kam selbst der stockende Verkehr auf den verstopften Tangenten der Stadt noch zum Erliegen. Urheber des Angriffs, so fand die Staatsmacht schnell heraus, war eine Adresse in Grosny, die Stadt, die das russische Militär zu Schrott geschossen hatte, die heute aber wieder aufgebaut ist und sogar einen Fußballverein in der ersten russischen Liga hat.

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03 / 02 / 2010 - 16:49 Uhr - 1

Eine Familie gewinnt den ART COLOGNE 2010

Zwei von Fünf: Thomas und Bärbel Grässlin

Das gab’s noch nie – eine Familie findet im Kunstmilieu ihre Ehrung.

Die fünf Grässlins, nämlich Mutter Anna mit ihren Kindern Bärbel, Karola, Sabine und Thomas erhalten den Art Cologne Preis 2010.
Denn alle haben sich auf ihre Art und Weise der zeitgenössischen Kunst verschrieben:

Arbeitsteilung vorbildhaft: Anna sammelt und kocht im Sammlungsrestaurant “Kippys, das Tochter Sabine führt, während Karola (Kraus) die Kunsthalle Baden Baden dirigiert, sich Bärbel der Galerie widmet und Thomas für die Erweiterung der Kollection sorgt.

Eine tolle Familie. Glückwunsch zur Annerkennung.

Die Laudation in Köln hält Veit Loers.

01 / 02 / 2010 - 22:03 Uhr - 0