Kreatives Web-Design weltweit ächten!

Es kann ja nicht darum gehen, etwas zu finden

Netz-Recherche ist nichts für Weicheier. Vor allem, wenn man herausfinden möchte, was junge aufstrebende Architekturbüros so treiben. Denn deren Vorstellung von informativer Gastfreundschaft ohrfeigt jeden Neugierigen mit großer Ausdauer. Da sie offenbar nicht genug Zeit auf der Baustelle verbringen dürfen, verwenden diese falsch verstandenen Baumeister all ihre Energie da rein, einen unheimlich kreativen Web-Auftritt zu entwerfen. Und diese Angebote leisten dann in der Regel vor allem drei Dinge: Sie sind so übersichtlich wie ein Ameisenhaufen, so navigationsfreundlich wie ein Seesturm und sagen über Architektur so viel aus wie Opis Briefmarkensammlung. Hier einige besonders gelungene Versuche, Bauherren, Journalisten und andere Idioten in die Flucht zu schlagen.

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25 / 02 / 2010 - 17:32 Uhr - 11

Wahnsinn hat Methode

Neues zu Hause für Norman Bates?

Kleiner Nachtrag zur Krankenhausgeschichte von neulich. Dezeen hat dieses herrliche Interieur für einen Psycho-Knast in Japan publiziert. Es stamm von Nendo, der ja allerlei verrücktes Zeug entwirft. Das hier hat aber über seine düstere Ausstrahlung hinaus noch einen besonderen therapeutischen Kniff. < mehr >

24 / 02 / 2010 - 12:38 Uhr - 1

Olaf Metzel x 2

Olaf Metzel "Milieufragen"

Gut, was da beide Häuser in Duisburg, die Stiftung Lembruck Museum und das Museum Küppersmühle in Kooperation entwickelt haben, indem sie Olaf Metzel zu sich baten.

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24 / 02 / 2010 - 0:18 Uhr - 0

Die kritische Revue der Kritik

Das Wort 'Revue' hat für mich immer zwei Bedeutungen und in diesem Titel kommen beides schön zur Geltung, was wohl auch dem gelungenen Aufttritt der schweizerischen Publikation zu verdanken ist.

Da gibt es die 'Revue' als Show, Ereignis und Erlebnis. Das wird man bei der Kunstkritik selten erleben, denn selbst die beste und populärste Kunst als Bildende Kunst kann am Ende dann doch nicht gleich ziehen mit der Filmkunst, wie sie uns gerade zwei Wochen hier auf der Berlinale präsentiert wurde.

Und Jeff Koons wird eben nicht Leonardo di Caprio, selbst wenn er sich umbenennen liesse in Leonardo Koons. Ist es das Geld, das dahinter steht oder die Größe und Vielfalt des Angebots und des Publikums? Aber vielleicht sollten wir uns mit dem Gegegebenem zufrieden geben.

Und dafür gibt es die Zeitschrift mit Niveau, die sich im Untertitel 'Revue' nennt, und das Niveau auch hält. Das ist auch notwendig, denn tatsächlich handelt es sich um eine Publikation, die sich dezidiert der Kritik der Kritik widmet.

Das hat schon was... der neue Klassizismus im Magazin-Design,

vertreten hier durch Marc Bally.


Gefunden habe ich das Heft anlässlich eines Besuch der dem Motto Buchladen ("Unser aller Motto: Motto") angegliederten Galerie im Rahmen des Berlin-Paris Galerienaustausches.

Das setzt sich hier sozusagen fort, denn das Heft erscheint in Lausanne (ja, ich weiß Lausanne liegt in der Schweiz, aber dort spricht man auch französisch) und wird vertrieben über verschiedene Buchhandlungen wie eben 'Motto'. Eine Homepage gibt es auch, hier. (P.S.: Wofür steht denn .tk ?)
Aber am Ende bewegt man sich mit derartigen Magazinen gewissermassen in Höhen, wo die Luft dünn wird. Aber eigentlich sollte sich die Kritik auch jenen Bereichen zuwenden, wo die Luft geschwängert ist von den Ausdünstungen des  Alltags und der Arbeit...und sei es die in der Redaktionsetage...

Als freier Autor ist man davon freigestellt, arm, aber unglücklich oder?

Das war Teil 1...

21 / 02 / 2010 - 16:23 Uhr - 7

Pressefreiheit vor Eigentum ?

Pressefreiheit vor Eigentum ?

Gestritten wird seit zwei Jahren, ob jemand gewerbsmässig so einfach Schloss- und Parkanlagen, im Besitz der Stiftung Preussischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburgs, photographieren darf.

Die Besitzerin vertrat nämlich den Standpunkt, dass das nicht so ginge und machte Schadensersatz geltend. Und unterlag vor dem Oberlandesgericht Brandenburg. Da Rechtsmittel zugelassen wurde, sind wir auf eine eventuelle 'neue und nächste Runde' gespannt.

Verständlich wäre schon die Sorge der Stiftung, würden wohl demnächst ihre Immobilien für Werbezwecke (und Kommerz) missbraucht zu sehen sein. Parklandschaften oder Gebäuden - publiziert auf irgendwelchen Produkten - zu begegnen, nicht vorstellbar.

Und warum sollte nicht auch die Architektur (Bau - Kunst) wie auch Exponate der anderen Künste vor solchen Übergriffen geschützt werden ? Eigentum (gesellschaftliches ohnehin) verpflichtet, u. a. es nicht merkantilen Zielen zu unterwerfen.

Allerdings bedarf es der Differenzierung: Journalismus (= Pressefreiheit) versus Werbung

Vielleicht wäre das ein adäquates Kriterium für die unterlegene Prozesspartei auch im eigenen Interesse , zukünftig sich gut im Bilde zu sehen.

Möge dieser Konflikt eine Chance der Reflexion zwischen Journalismus und seiner Benutzung durch Werbung und Industrie bieten.

Pressefreiheit vor Eigentum !

20 / 02 / 2010 - 22:59 Uhr - 0

Le Président, le Grand Palais et la Réunion

Le Grand Palais

Paris ist in Bewegung. Die Kunst- und Kulturmetropole Europas steht in der Pflicht, vorbildhaft sich zu re- präsentieren.
Bereits mit LA FIAC im vorigen Jahr wurden grosse Anstrengungen unternommen, Potentiale genutzt. Mut, Elegance in Kombination mit Souveränität und Stil als Perspektive für Innovation. < mehr >

19 / 02 / 2010 - 0:10 Uhr - 1

Brokkoli gegen Bandenkriege

Die Ränder kehren zurück ins Zentrum: John Hantz' Vision für Detroit

Manche Ideen durchleben eine absurde Geschichte. Zum Beispiel die Gartenstadt. Im 19. Jahrhundert ausgedacht, um dem bösen Moloch der Großstadt ein friedvolles Gegenbild sich selbst versorgender Arbeiterschaften zu bieten, hat die Dezentralisierung der Metropolen in grüne Inseln sehr konträre Phasen durchlaufen. Die Weimarer Intellektuellen verachteten sie als kleingeistig, die Nazis sympathisierten damit als Ideal kerndeutscher Naturverbundenheit, die Amerikaner setzten sie in monotoner Weise um, als das Automobil für Jedermann die Flucht aus der Stadt ermöglichte, und seit einigen Jahrzehnten wird sie als ökologisches Fehlverhalten von Städten weltweit mit inneren Verdichtungsprogrammen bekämpft. Doch nun ist sie wieder da, die Welt zu retten, oder wenigstens die amerikanischen Großstädte im Verfall.

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18 / 02 / 2010 - 17:34 Uhr - 0

http://www.dailymotion.com/videoxc9kdb

Shalom,
Am 28. Februar ist Purim. Dazu gehört neben dem Lesen der Esther-Rolle, Verkleidungen und übermäßigem Alkohol-Konsum auch das Verschenken von "Mishloach Manot" - kleinen Geschenkpaketen.
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17 / 02 / 2010 - 16:18 Uhr - 0

Anlässlich der Verleihung des Lichtwark-Preises der Stadt Hamburg an Olaf Metzel

Bereits beim Aufstellen mutiert die Folklore autonomer Kunst zum Ersatz für fehlende Inhalte. Neben die konventionellen Mittel (Platzgestaltung, Kunst am Bau etc.) treten Techniken des Widerstandes, die darauf abzielen, das legitimationsbedürftige Herrschaftssystem an seiner einzigen schwachen Stelle zu treffen: Der entpolitisiert gehaltenen Öffentlichkeit. < mehr >

15 / 02 / 2010 - 17:34 Uhr - 0

15 / 02 / 2010 - 9:42 Uhr - 0