ARD Museum

Das habe ich beim Herumstreifen auf der Homepage der ART entdeckt und verwundert stehe ich nun davor und weiß nicht, was ich damit anfangen soll.

Unter dem Agyptischen Museum und der Ausstellung zum Humboldt-Forum (später dazu mehr, ich verspreche es) findet sich hier der Eintrag zum ARD-HAUPTSTADTSTUDIO und dessen Besuch.

Jede eifrige Beobachter der ARD Nachrichten kennt die Ausblicke aus den oberen Stockwerken und die Interviews im Erdgeschoss des Gebäude vor den farbigen transparenten Gleittüren. (Schiebetüren, das Wort das ich zuerst benutzen wollte, gehören dann einer anderen Zeit an).

WAS SOLL DAS? könnte man jetzt ausrufen. Oder locker nebenbei bemerken, dass die ARD auch immer mehr zu einem Museum wird.

Aber andererseits müssen wir auch feststellen, dass die Akademie der Künste am Pariser Platz auch vom äusseren Anschein her,  Fassade, sehr wohl auch eine Fernsehanstalt beherbergen könnte.

Früher gab es das schöne Wort ‘Sendeanstalt’ für derartige Institutionen wie das ZDF oder die ARD. Und das bringt uns auf die richtige Spur, denn die aufgeführten Museen sind dann eben ‘Sendungsanstalten’. Schließlich haben sie auch eine Sendung und das Humboldtforum hat sogar ein Sendungsbewußtsein. Aber, wie schon gesagt, später davon mehr.

30 / 01 / 2010 - 13:59 Uhr - 0

Das fängt ja gut an, mag sich der unbefangene Leser und die unbefangene Leserin jetzt denken: Schon bei der ersten Zeile stottert er, verschreibt sich oder oder kennt sich nicht aus im Programm.

Letzteres entspricht der Wahrheit, aber Programm bleibt Programm und mit einer Bedienungsanleitung lassen sich Fehler vermeiden. Und andererseits ist ein neues Programm ja auch eine Chance, zur Reflektion über die Mittel der Darstellung und/oder über den eigenen Status.

Und den Status der Kunst dieser Tage, dieses Jahres. Wer die Jahresrückblicke sich noch mal in Erinnerung ruft, dem ist vielleicht auch aufgefallen, dass die sogenannte Bildende Kunst kaum eine Rolle spielte. Das kann auch positiv gesehen werden, weil die Kunst dann eben das vergangene Jahr nicht mit großen Zahlen, seien es in Geld oder in Besuchern, und nicht mit Skandalen auftrumpfte.

Die Frage erhebt sich auf diesem Hintergrund wie von selbst: Was soll die Bildende Kunst? Schon die Frage ‘was ist?’ führt einen in die Unübersichtlichkeit zeitgenössischer Kultur. Aber zumindest lassen sich Grenzen bestimmen, Bildende Kunst ist keine Literatur, und umgekehrt. Oder?

Was soll Bildende Kunst? Das ist die eigentliche Frage, die wir vielleicht garnicht beantworten wollen. Aber die Frage ist ein Reflex auf ein Anspruchsdenken an die Kunst, das deren Erscheinungsweise verändert oder verändern kann. Beteiligt an diesem Denken sind sowohl die Museumsdirektoren, mit den gewohnten Ausnahmen, wie die Galeristen, mit den.., und das breite Publikum, ohne Ausnahme. An dieser Stelle schweigen wir noch darüber, was die Vermittler und Kritiker angeht.

Und gehen ins uns…was soll?

30 / 01 / 2010 - 12:34 Uhr - 1

Neugierig ? (K)Eine Frage !

Neugierig ?

Es ist und war der Versuch wert, den Intendant Dr. Robert Fleck mit der ab morgen dem Publikum zugänglichen Ausstellung wagte.
Einmalig wohl in Deutschland, dass ein Kunsthaus sich dieser Thematik annahm. Und durchaus riskant. Denn leicht kann unter Umständen der Ruf nach Seilschaften zwischen staatlicher Kunstförderung und privater kommerzieller (Aus-)Nutzung erhoben werden. < mehr >

29 / 01 / 2010 - 1:33 Uhr - 0

UNSER NEUER ART-BLOGGER: THOMAS WULFFEN

Foto: Mathilde ter Heijne

Herzlich Willkommen! Wir freuen uns sehr, dass unsere Blogs wieder neuen Nachwuchs bekommen haben: Ab heute wird der Berliner Kunsthistoriker, Journalist, Kurator und Präsident der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands Thomas Wulffen in seinem Blog “Was soll…” die Kunst beim Wort nehmen…

28 / 01 / 2010 - 12:18 Uhr - 0

Die Begriffe „Education“, Ausbildung und Wissensproduktion sollten bei der Manifesta 6 im September 2006 in Nicosia, Zypern, auf transdisziplinäre Weise thematisiert werden. Die Idee war, anstatt nur ein weiteres Ausstellungsevent zu konzipieren, eine Infrastruktur in Form einer Kunstakademie in Nicosia zu etablieren, um ein kreatives Milieu zu erzeugen, von dem aus verschiedene kulturelle Produktionsansätze weiterentwickelt werden sollten. < mehr >

27 / 01 / 2010 - 16:33 Uhr - 1

Ich Krieg Euch Alle

Diskriminierung der Stadt

Das Einkaufszentrum auf der grünen Wiese ist Pandoras Büchse der Stadtplanung. Alles für die Stadt und das Klima Unerwünschte befreit es aus seiner Kiste: massiven Autoverkehr, versiegelte Flächen, miese Energiebilanzen, Steuerausfall, Austrocknung städtischer Konsumzonen, Billigrausch, nervende Kinder, streitende Paare und schlechten Geschmack. Darum sollen nach aller politischen Vernunft die Gurkenkönige vom Land ihren Ramsch wieder im Zentrum verkaufen. Rosenstöcke und Schweinefleisch, Autoreifen und Akku-Schrauber, Dackelwelpen und Bierfäßchen gehören in die städtische Fußgängerzone mit ÖPNV-Anschluss. Nur Ikea nicht. Und warum? Wegen der Farben.

< mehr >

26 / 01 / 2010 - 16:09 Uhr - 11

http://www.dailymotion.com/videoxbzfjt

25 / 01 / 2010 - 13:07 Uhr - 0

Übermorgen Künstler, und vorher?

v.l.n.r.: Johan Holten, Kestutis Svirnelis (Stuttgart), Florian Klette (Stuttgart), Jasmin Werner (HfG Karlsruhe), Naneci Yurdagül und der Schauspieldirektor des Heidelberger Theaters, Jan Linders. Foto: S. Baden

Im Heidelberger Kunstverein, vergangenes Jahr ausgezeichnet mit dem AdKV-Preis für den besten Deutschen Kunstverein 2009, ist eine Ausstellung zu sehen, die das Potential der jungen Gegenwartskunst im Südwesten der Republik auslotet. Da die Stadt Heidelberg zwar die älteste deutsche Universität, aber keine Akademie der Bildenden Künste zu ihren Lehr- und Forschungsanstalten zählt, soll mit der Ausstellung „eine Brücke zur jüngsten Kunstszene in der Umgebung geschlagen werden.“ Unter der klugen Regie des dänischen Kurators Johan Holten, der mit zu den jüngsten Leitern deutscher Kunstvereine zählt, wurde eine Ausstellung zustande gebracht, für die aus vielen Bewerbern 26 Künstlerinnen und Künstler von Kunsthochschulen der Region ausgewählt wurden. < mehr >

25 / 01 / 2010 - 11:59 Uhr - 0

Jean-Hubert Martin – ici !

Jean Hubert Martin

In Düsseldorf – dort leitete er viele Jahre das museum kunst palast – fiel Jean-Hubert Martin mit anspruchsvollen und ungewöhnlichen Ausstellung auf.
Vorher dirigierte er unter anderem die Kunsthalle Bern, das Musée National Art Moderne in Centre Pompidou. Weitere Stationen des Elsässers, Jahrgang 1944, waren die Biennale in Lyon und im vorigen Jahr Moscou. Nun erreichte Martin der Ruf nach Venedig, wo er im nächsten Jahr als Commissaire Frankreichs für ihren Pavillon verantwortlich zeichnet. Er kuratiert dann Christian Boltanski, der gerade im Grand Palais mit seiner beeindruckenden Installation “Personnes” kolossales Aufsehen erregt.

Wenn dann demnächst auf Monsieur Martin die Wahl zum documenta-Leiter fallen wird, überrascht es in Hinblick seiner Kompetenzen niemanden. Gewiss eine gute Entscheidung in jeder Hinsicht, nicht nur für die Künstlerinnen und Künstler sondern auch besonders für das kunstinteressierte Publikum.

25 / 01 / 2010 - 0:22 Uhr - 0

Köln – ruhelos ?

ART FAIR 21 (Expo XXI-Hallen)

Köln kommt offensichtlich nicht zur Ruhe.

Die Fachöffentlichkeit fand Einigkeit: Die Art Cologne entwickelt sich. Bereits 2009 stellte man eine positive Entwicklung fest. Es kehrte berechtigte Zufriedenheit bei allen Beteiligten ein, ohne diese als Ruhepolster zu empfinden – ganz im Gegenteil. Auch bei der Planung und den Vorbereitung auf den internationalen Kunstmarkt in diesem Jahr liess sich kolossales Engagement nicht verbergen.

Und nun das: Die “Art Fair 21″, bisher in den Hallen “Expo XXI” untergebracht, sollte unter gleicher Adresse wie die “Protagonisten aller Kunstmessen der Welt” residieren – jedoch zum späteren Zeitpunkt dort ihre Kojen aufbauen dürfen. Das soll wohl dem städtischen Willen entsprechen.

Nun, dass der heimatlos gewordenen Art Fair 21 durchaus eine Existenzberechtigung zugebilligt werden kann – ihr bisher genutztes Gebäude steht dem Schauspielhaus nun zur Verfügung – dagegen kann man eigentlich nichts einwenden. Dass aber der  wieder “nach oben hin” strebende  Art Cologne, dem Juwel Kölns u. a. im Bereich von Kunstmessen, deswegen Irritationen bis Differenzen gegenüber Galerien, Besucherschar und letztlich der Kunst zugemutet werden, ist nicht zuzulassen – abgesehen von einem okönomischen (Miss-) Erfolg.

Köln lässt nichts aus, um sich zu blamieren. Die Commune springt mir ihrem kulturellen Erbe um, würde ihm Wert- und Bedeutungslosigkeit anhaften.
Schon der Abriss der Kunsthalle, Einsturz des Stadtarchivs bis hin zur avisierten Demontage des Schauspielhauses – es spottet jeder Beschreibung.

Doch Karneval naht. So wird ein von dem Künstler Merlin Bauer gestalteter Wagen sich diesem ehr- und würdelosen Verhalten gegenüber Kunst und Kultur widmen und den närrischen Zug bereichern. Ob man ihn wahrnimmt ?

P. S. Warum verwendet die Art Fair 21 nicht eine Zeltanlage analog Frieze Art Fair in London für ihre Ausstellung ? Die Rheinwiesen offerieren Platz in Hülle und Fülle – sogar mit Panoramablick auf Dom, Museum Ludwig, die Kranhäuser und ihre Entourage.

24 / 01 / 2010 - 17:06 Uhr - 0