23 / 12 / 2009 - 22:13 Uhr

Kam – Sah – Siegte: Barbara Klemm

Burkhard Maus

Barbara Klemm

Barbara Klemm

Die grossartige Photographin erfährt eine Ehrung, kurz vor dem Start in ihr einundsiebzigstes Lebensjahr (am 27.Dezember).
Barbara Klemm, gebürtig aus Münster (1939) wurde wohl durch ihren Vater Fritz Klemm, Professor an der Kunstakademie zu Karlsruhe, an das Photographieren herangeführt. Nach Besuch der Schule absolvierte sie eine Photographin-Ausbildung. Schon früh setzte sich die Elevin mit der journalistischen Photographie auseinander, zunächst freiberuflich für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), dann seit 1970 dort und bis zu ihrer Pensionierung 2005 festangestellt.

Und sie kann es offensichtlich nicht lassen – auch zur Freude der FAZ-Leserinnen und Leser bereichert, ja beglückt Klemm mit ihren Beiträgen das relevante Blatt aus Frankfurt am Main. Welch ein feuilletonistischer Genuss.
Dass ihr der Max Beckmann Preis nun verliehen wird, mit dem Menschen für ihre hervorragenden Leistungen in den Bereichen Architektur, Bildhauerei, Grafik und Malerei dekoriert werden, stellt in Hinblick ihres Berufslebens keine Überraschung dar.

Barbara Klemm

Barbara Klemm

Dass sie zu nun als zweite Preisträgerin – nach Maria Lassnig – in der Reihe der (männlichen) Preisträger u.a. Harald Szeemann, Bruce Naumann, Ilya Kabakov, Richard Hamilton und Arnulf Rainer sich behaupten kann und wird, dafür sprechen ihre Photographien – früher, jetzt und zukünftig und ohne Zweifel.
Aber im Laufe ihrer Zeit fand sie frühe und ebenso zutreffende Ehrungen. So zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) die Westfälin mit dem Erich-Solomon-Preis aus, mit dessen Namensgeber, einem bedeutenden und von den deutschen Faschisten im KZ Auschwitz ermordeten Photographen neben u.a. der Qualität von Photographien auch das Handwerkszeug, eine Leica, verbindet.

Barbara Klemm's Leica

Barbara Klemm's Leica

Der immerhin mit 5o.ooo,oo EUR dotierte Max-Beckmann-Preis ist wohl verdient. Ob Klemm einen Teil des Geldes für die Neuanschaffung vielleicht einer (“moderneren”) digitalen Leica verwenden wird ? Wahrscheinlich nicht. Denn dann müssten wir (und sie) ja auch auf ihre phantastischen schwarz-weiss Photographien verzichten. Noch projiziert Barbara Klemm Gesehenes auf Filmmaterial.

Glückwunsch !

23 / 12 / 09 - 22:13 Uhr

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