Ausstellung in Dresden
Miniatur-Geschichten. Die Sammlung indischer Malerei im Dresdner Kupferstich-Kabinett

Die Schau zeigt Raritäten der indischen Miniatur-Malerei aus dem 17. und 18. Jahrhundert
Miniatur-Geschichten. Die Sammlung indischer Malerei im Dresdner Kupferstich-Kabinett

Informationen zur Ausstellung: Ausgangspunkt des übergreifenden Forschungs- und Ausstellungsprojektes zum Kulturaustausch zwischen Deutschland und Indien bilden zwei bisher nahezu unbekannte Sammlungskonvolute indischer Miniaturen im Dresdener Kupferstich-Kabinett. Schon das Heucher-Inventar von 1738 verzeichnet unter den gesondert in Schrank XXII mit der Bezeichnung „La Chine“ bewahrten Werken mehrere Konvolute mit indischen Fürstenbildnissen und weiteren, später als Indika zusammengefassten Werken. In dem frühesten Album, noch mit originaler Einbindung erhalten, ist vermerkt: „Dieses Buch ist ganz von hohen werth/ d[r] 23 Dec. 1689.“ Selbst in Indien sind die meisten solcher Bände aufgelöst und die Miniaturen vereinzelt worden; so bilden die sechs erhaltenen Dresdener Alben eine ausgesprochene Rarität. Sie zeugen zudem von der frühen Rezeption indischer Werke am Dresdener Hof, wo sie als gesonderter Bereich im Kontext der Sammlung asiatischer und chinoiser Graphik stehen. Eine zweite Gruppe von 78 Miniaturen, stammt aus dem Nachlass des für die Dresdener Romantik hochbedeutenden Philosophen und ersten deutschen Indologen August Wilhelm Schlegel. 1848 schenke Auguste von Buttlar als Erbin Schlegels acht eigens beschriftete Kästen mit diesen Werken dem Kupferstich-Kabinett Dresden. Im Unterschied zu den im 18. Jahrhundert erworbenen „Indica“ zeigt dieser Bestand eine größere motivische Vielfalt mit vielen szenischen Darstellungen. Jedoch sind viele der Blätter in einem äußerst problematischen Zustand und bedürfen dringend der Restaurierung.  (Quelle: Pressetext)

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Taschenberg 2

01067 Dresden

Deutschland

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