Ausstellung in Bern
Stefan Burger

14.10.201710.12.2017
Kunsthalle Bern,  Bern
Ausgehend von floralen und botanischen Motiven, verhandelt eine neue Werkgruppe des Zürcher Künstlers (*1977) den kontaminierten Begriff der Schönheit, die Intentionalität künstlerischer Handlung und das Obsolete in der Fotografie
Stefan Burger

Informationen zur Ausstellung: Nicht wenige Künstler*innen suchen seit einiger Zeit den Widerstand des Materials. Ihre Suche scheint nicht allein der Flucht aus der Langeweile angesichts der allzu vertraut gewordenen Oberflächen einer digital geprägten Welt geschuldet. Es wird darüber hinaus nach dem Moment gesucht, das der eigenen Kontrolle entgleitet, an dem das Material und die verwendeten Werkzeuge sprechend werden und sich in den Entstehungsprozess des Kunstwerkes einschalten. Die künstlerische Suche nach der Zurücknahme der eigenen Autorität berührt die in der Philosophie unter dem Stichwort „spekulativer Realismus“ verhandelte Frage, wie viel menschlicher Zugriff sein muss und dem Planeten Erde gut tut. Der Künstler Stefan Burger (*1977 Müllheim/Baden, lebt in Zürich) widmet sich der analogen, an das Labor gebundenen Fotografie aber auch aus ganz anderen Gründen. Vielleicht gab es zunächst auch gar keine Begründung für diesen Schritt und er wollte sich einfach als der verlieren, der er zu sein glaubte oder als den ihn ein Kunstpublikum zu kennen meinte. In jedem Fall führte der Weg über das Labor zu einer neuen Seite von Burger und öffnete eine überraschende Flur in seinem Schaffen, die sich erheblich von dem unterscheidet, was man bisher von ihm zu kennen glaubte. An die Stelle des „berühmten Burger-Humors” tritt jetzt in seinen Bildern der feinsinnige Zauber des pflanzlichen Objekts und in manchen Fotografien eine erstaunliche Tiefe. Es ist eine Tiefe, die immer auch täuscht. Denn es scheint sich auch um beinah magische Oberflächen zu handeln.  (Quelle: Pressetext)

l344

Helvetiaplatz 1

3005 Bern

Deutschland

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