Ausstellung in Berlin
New Bauhaus Fotografie Chicago: Experiment Fotografie

Erste große Schau außerhalb der USA, die den Umgang mit dem Medium Fotografie am New Bauhaus und späteren Institute of Design in den Blick nimmt
New Bauhaus Fotografie Chicago: Experiment Fotografie

Informationen zur Ausstellung: Anlässlich des 80. Gründungsjubiläums des New Bauhauses in Chicago widmet das Bauhaus-Archiv der dort gelehrten und praktizierten Fotografie eine eigene Sonderausstellung. 1937 in der Tradition des Bauhauses von dem Avantgardekünstler und ehemaligen Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy gegründet, wurde an der Schule Licht als eigenständiger Werkstoff behandelt und mit verschiedensten Verfahren wie Fotomontage, Fotogramm und Lichtmalerei experimentiert. Renommierte Fotokünstler wie Harry Callahan, Aaron Siskind und Arthur Siegel prägten als Lehrer Generationen von Fotografen. Anhand von Fotografien, Filmen, Publikationen und Dokumenten vermittelt die Ausstellung einen Einblick in die unterschiedlichen Facetten der Fotografie an der Chicagoer Hochschule für Gestaltung. Die Ausstellung ist ein Projekt in Vorbereitung auf das 100. Bauhaus-Jubiläum 2019 und wird von der Kulturstiftung des Bundes, dem Land Berlin und dem Goethe-Institut gefördert. Die großangelegte Ausstellung ist die erste Schau außerhalb der USA, die exklusiv den Umgang mit dem Medium Fotografie am New Bauhaus und späteren Institute of Design in den Blick nimmt. Im Mittelpunkt stehen die in Europa einzigartigen Bestände des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung zur Fotografie am New Bauhaus und an dessen Folgeinstitutionen, von den späten 1930er-Jahren bis in die 1980er Jahre. Das New Bauhaus wurde bereits nach einem Jahr 1938 wieder geschlossen und 1939 als School of Design wiedereröffnet. Nach der 1944 erfolgten Umbenennung zum Institute of Design und dem Tod László Moholy-Nagys im Jahr 1946 wurde es 1949 an das Illinois Institute of Technology (IIT) angegliedert. In diesem Kontext besteht die Schule bis heute weiter. Das Fotoprogramm wurde allerdings 2001 eingestellt. Punktuell durch Leihgaben aus namhaften Chicagoer Institutionen ergänzt, verdeutlichen die Bestände des Bauhaus-Archivs, wie die Lehre das Vorbild des deutschen Bauhauses nicht nur aufgriff, sondern auch weiterentwickelte. Nach dem Diktum des Gründungsdirektors Moholy-Nagy, der Analphabet der Zukunft sei derjenige, der weder mit der Kamera noch mit dem Stift umzugehen wisse, erlernten alle Studierenden des New Bauhaus im ersten Studienjahr die Grundlagen der Fotografie. Die medial lebendig gestaltete, materialreiche Ausstellung lässt die experimentelle Werkstatt- Atmosphäre und die für die Fotoszene der USA prägende kreative Ausstrahlung des Instituts von seiner Gründungszeit bis in die Gegenwart aufleben und beleuchtet damit einen zentralen Aspekt der amerikanischen Fotografie der Nachkriegszeit. Zeitgenössische Positionen mit Bezug zur fotografischen Praxis am Institute of Design runden das Bild ab und reflektieren die Bedeutung des (New) Bauhaus-Gedankens für die Gegenwart.  (Quelle: Pressetext)

l227

Klingelhöferstraße 14

10785 Berlin

Deutschland

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