IMM Cologne - Möbelmesse

IMM Cologne

Die Einrichtungsmesse IMM cologne gibt von Mittwoch bis Sonntag wieder einen Ausblick auf die neuesten Entwicklungen des Interior Designs.
Die IMM und ihre Verwandten:Einrichtungs- und Designschauen in Köln

Die IMM zeigt die Einrichtungstrends für 2011. Ausstellungsansicht "pure village", Stand von Fränzel

Nach den vergangenen Krisenjahren will die IMM 2011 wieder Fahrt aufnehmen. Dazu orientiert sie sich an den Trends der letzten Jahre zu Nachhaltigkeit, ökologischer Verantwortung und neuer Innerlichkeit. Damit antworten die Hersteller auf die Bedürfnisse der Konsumenten nach mehr Sicherheit, Stabilität und Geborgenheit.

Möbel werden etwa mit Schlagworten wie "Emotional Austerity" und "neuer deutscher Gemütlichkeit" beworben, Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit werden so schon rhetorisch mit Behaglichkeit und Wohlbefinden gekoppelt.

Die IMM kann im Vergleich mit den Vorjahren zahlreiche neue Aussteller und Rückkehrer vorweisen. Außerdem wird sie erstmals durch die parallel laufende Küchenmesse "LivingKitchen" ergänzt. Zusammen wird das Messedoppel auf 1200 Aussteller kommen, damit ist das Gelände komplett ausgebucht, und die Veranstalter dürfen einen vollen Erfolg vermelden. Die Krise, die in den letzten Jahren drohend ihren Schatten über die Messe geworfen hatte, schrumpft so auf einen handhabbaren Maßstab: "Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die letztes Jahr noch im Fokus stand, erscheint auf einmal 'nur' noch als ein wesentlicher Faktor, der diese langfristige Entwicklung hin zu einer um Nachhaltigkeit bemühten Produkt- und Nutzungskultur forciert hat", schreibt der Veranstalter. Mit der Küchensparte und einem eigens eingerichteten Textilbereich verändert sich der Charakter der IMM hin zu einer Einrichtungsmesse, die das Gesamtpaket Wohnen liefern will. Das im letzten Jahr gestartete "Pure Village", eine Art Designdorf, wird fortgeführt, und es wird den Bereich "D3 DesignTalents" geben, in dem Nachwuchsdesigner ihre Kreationen vorführen.

Die Aussteller kommen aus 45 Ländern, mit dabei sind unter anderem kreative Labels aus Spanien und Skandinavien, Lifestyle-Firmen aus Frankreich, Österreich und Griechenland sowie alte und neue Klassiker des italienischen Designs. Zu den größten Ausstellergruppen zählen neben den Niederländern, Dänen und Schweizern die italienischen Marken. Sie blicken der Messe optimistisch entgegen, denn sie rechnen mit starken Impulsen für ihr internationales Geschäft. "Deutschland ist für uns nicht nur ein vorrangiger Markt, sondern auch das wichtigste Tor zu den osteuropäischen Staaten. Wir glauben, dass es entscheidend ist, in Deutschland auf angesehenen Messen wie der IMM Cologne vertreten zu sein", lässt etwa Claudio Luti, Vorsitzender von "Kartell", verlauten.

Parallel zur IMM lockt wieder die "Passagen – Interior Design Week" mit einem über die ganze Stadt verteilten Off-Programm die Besucher. Besondere Zentren werden die "Möbelmeile Ring", der Rheinauhafen, die "Design Post" und die Seiler Höfe sowie die beiden Stadtteile Belgisches Viertel und Ehrenfeld. Dort wird auch die Messe "Designers Fair" ihre Zelte aufschlagen. Der Kölnische Kunstverein stellt im Rahmen der "Passagen" Arbeiten des "A&W Designers des Jahres 2011", Tokujin Yoshioka, aus. Er nimmt seine Inspiration von Naturerscheinungen wie Regenbögen, Schnee oder Wasserfällen und experimentiert mit banalen Materialien. So entstehen Objekte, die weniger die Benutzbarkeit betonen, sondern darauf zielen, archaische Gefühle zu wecken.

Die IMM und "Passagen" laufen beide noch bis zum 23. Januar 2011

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