Lucky Strike Designer Award - Designpreis

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Der Unmut über den Zustand des ehemals hochgelobten Münchner Olympiaparks ist groß. Die Boulevardpresse schreibt sogar von einer Sperrmüllsammelstelle. Ein Generalplan muss her, der sowohl die Investoren als auch die Münchner überzeugt.
"Der Raum wird erobert – und basta":ghgjh asdasdasdadasdsadaas asdasda

asdjkhdsah kd: Blue Noses, "An Epoch of Clemency", 2005

"Ich habe schon seit Monaten quasi ein Arbeitsverbot: darf keine Ausstellungen mehr machen, keine Kunstklubs und Lesungen mehr organisieren", sagt Jerofejew. Der Kunstwissenschaftler muss sich in einigen Wochen vor Gericht wegen seiner umstrittenen Ausstellung "Verbotene Kunst" verantworten. Mit auf der Anklagebank sitzt auch der Leiter des Moskauer Sacharow-Museums, Juri Samodurow, der zuvor schon die ebenfalls umstrittene Schau "Vorsicht, Religion!" in dem Menschenrechtszentrum gezeigt hatte. Religiöse Fundamentalisten hatten die Ausstellung damals verwüstet.

Samodurow selbst machte wiederholt deutlich, dass ihm viele der Arbeiten stark missfallen hätten. "Aber ich kann doch nicht sagen: Gefällt mir nicht, also ist das keine Kunst!" In einem geschlossenen Ausstellungsraum müsse eine solche Auseinandersetzung erlaubt sein.

Bei dem Streit geht es nicht im Einzelnen etwa um die Fotocollagen der Künstler Wladislaw Misin und Alexander Schaburow von der Gruppe "Blue Noses". Experten sehen dies vielmehr als Kulturkampf zwischen den konservativen Positionen im Museum und dem Streben junger Kunstwissenschaftler nach einer Erneuerung des sowjetisch-verstaubten Kunstbetriebs. Es sind zudem besonders die russisch-orthodoxe Kirche, jüdische Organisationen, aber auch rechtsradikale Gruppierungen, die eigene – religiöse und nationalistische – Interessen verfolgen.

Debatte über Meinungs- und Kunstfreiheit

Dabei fehlt es in der russischen Öffentlichkeit bisher an einer echten Debatte über Meinungs- und Kunstfreiheit. Menschenrechtler wie Ljudmilla Alexejewa von der Moskauer Helsinki-Gruppe warnten unlängst in einem offenen Brief vor "Zensur und Selbstzensur". "Für uns ist die politische Motivation hinter dieser Anklage klar", heißt es in dem Schreiben. Dies erinnere an die "Inquisition". Der Staat versuche, die künstlerische Auseinandersetzung mit Religion zu kriminalisieren und die ästhetischen Positionen der Kirche zum Maß der Dinge und zum Grund für die Zensur zu machen.

Das Kunstministerium hatte die Sammlung Jerofejews zuletzt als "Schande für Russland" gebrandmarkt. Nach anfänglichem Widerstand gegen solche Einmischung des Staates setzte Tretjakow-Chef Walentin Rodionow nun seinen Kurator Jerofejew vor die Tür. Jerofejew erklärt, er habe mit der Ausstellung "Verbotene Kunst" nur zeigen wollen, dass international anerkannte Künstler in den Auswahlgremien staatlicher Galerien und Museen aus Furcht vor Kritik keine Chance hätten.

"Art Brands – Hunde in der Kunst"

Termin: 2. Juli bis 10. Oktober, Museum Ludwig, Köln. Katolog: Verlag
http://www.spiegel.de/kultur/0,1518,,00.html