Illustrative Berlin 07 - Design

Ein Genre emanzipiert sich

Kate Moss in Acryl und andere Fundstücke – das Festival "Illustrative" in Berlin will zeigen, wie sich die Illustration aus dem Korsett der angewandten Kunst befreit
Illustration als Kunstform:Die "Illustrative Berlin 07" zeigt grafische Kunst

Louise Weir, "Kate", 2006, aus der Serie "Fallen Stars"

In Magazinen und Zeitungen erlebt die Illustration seit einiger Zeit ein Comeback. Die "Illustrative" zeigt zum zweiten Mal in Berlin eine Auswahl von Arbeiten der angewandten grafischen Kunst. Vom 31. August bis zum 16. September sind in der Villa Elisabeth über 200 Werke von Comic-Designern, Illustratoren, Buchkünstlern und Game Artists zu sehen. Die Schau wurde im vergangenen Jahr von Katja Kliss und Pascal Johannssen ins Leben gerufen. In diesem Jahr wandert sie zum ersten Mal auch nach Paris, vom 29. November bis zum 9. Dezember.

Ursprünglich bildete die Illustration eine Symbiose mit dem Text. In der Ausstellung werden sie aus diesem Korsett befreit und als eigene Kunstform betrachtet. Die "Illustrative" schlägt den Bogen von der Graffitikunst bis zur naiven Malerei. Illustratoren und Grafik-Designer wie Olaf Hajek, Jens Harder, Jan Feindt, Louise Weir und Mone Maurer sind mit ihren Arbeiten vertreten. Die Schau zeigt einen immer deutlicher werdenden Trend: Ohne die Bindung an einen Text werden Illustrationen auch als Kunst wahrgenommen.

Termine

Illustrative Berlin 07 vom 31. August bis zum 16. September 2007. Villa Elisabeth, Invalidenstr. 4, 10119 Berlin-Mitte. Mo–So 9–19 Uhr.

http://www.illustrative.de/
kern@illustrative.de