Richard Rogers - Paris

Der Retter urbanen Lebens

Nun kehrt er zurück an Ort, der ihn weltberühmt gemacht hat – anlässlich seines 30jährigen Bestehens widmet das Centre Pompidou seinem Architekten, dem großen Richard Rogers, eine Retrospektive
Champion der Moderne:Das Centre Pompidou würdigt seinen Architekten

Einst als "Monster" verteufelt: Rogers Centre Pompidou in Paris

Einst wurde der gewaltige Bau mitten im Zenrum von Paris als „Stadtzerstörung“ und als „Kulturmonster“ beschrien, heute ist er längst zum Symbol populärer und moderner Architektur geworden.
Von 1971 bis 1977 war das Centre nach den Plänen von Richard Rogers und seinem damaligen Partner Renzo Piano entstanden.

Auch wenn es seinerzeit viele Kritiker gegeben hat, heute wird Stararchitekt Rogers als „Champion des modernen Lebens“, als „Wegbereiter der Hightech-Architektur“ gefeiert. Was kein Widerspruch ist zu Rogers Idee von Architektur, die der mittlerweile 74-jährige Brite konsequent verfolgt: Innenstädte müssen lebenswerter werden und die Architektur darin so umweltfreundlich wie möglich.

Rogers geht es um sozialen Fortschritt. Als die Jury Rogers in diesem Jahr mit dem Pritzker-Preis, dem "Nobelpreis" der Architektur, ehrte, führte sie aus, Rogers habe mit dem Centre Pompidou Museen revolutioniert und die Elite-Monumente von einst in populäre Stätten für gesellschaftlichen und kulturellen Austausch verwandelt.

Die aktuelle Ausstellung in Paris zeigt Rogers Arbeiten der letzten vier Jahrzehnte. Jeder Metropolen-Besucher kennt seine Werke: Das Lloyds-Building und den „Millennium Dome“ in London hat er geplant, den Europäischen Gerichtshof in Straßburg, den Madrider Flughafen Barajas, das neue Hauptquartier der „New York Times“, und auch für den Bau von einem der Türme, die in New York auf Ground Zero entstehen sollen, ist er verantwortlich.

Die Richard-Rogers-Retrospektive ist vom 21. November bis 3. März 2008 im Centre Pompidou zu sehen. Im Frühjahr 2008 wird sie im Londoner Design Museum gezeigt.

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