High Line - New York

Melancholie für New Yorks Kunstviertel

Es grünt so grün auf New Yorks High Line, der stillgelegten Bahntrasse, die sich quer durch das Galerienviertel von Chelsea erstreckt. Jetzt soll dort eine überirdische Parkanlage entstehen – und eine Oase der Ruhe.
Es grünt so grün:New Yorks High Line – Bahntrasse wird Parklandschaft

Manhattans Highline-Park zwischen 20th und 30th Street soll ein Ort der Stille werden, den die lärmende Stadt dringend gebrauchen kann

Die konkreten Pläne für Manhattans Highline-Park zwischen 20th und 30th Street, also dem Abschnitt, der sich durch das Galerienviertel von Chelsea erstreckt, wurden veröffentlicht: Damit die melancholische, geheimnisvolle Stimmung des über Jahre verlassenen Ortes erhalten bleibt, wollen die Landschaftsarchitekten von Field Operations und das Architekturbüro von Diller Scofidio + Renfro Teile der stillgelegten Bahntrasse mit Wildblumen füllen und mit dichtem Buschwerk bepflanzen.

Weitere Abschnitte werden mit Rasenflächen in eine überirdische Parkanlage verwandelt. Eine frühere Werbetafel soll als leerer Bilderrahmen funktionieren, der die New Yorker beim Müßiggang zeigt. Sträucher und Bäume, die sich angesiedelt hatten, nachdem in den achtziger Jahren der Zugverkehr eingestellt wurde, werden nachgepflanzt. Insgesamt soll es ein Ort der Stille werden, den die lärmende Stadt dringend gebrauchen kann.

Allein die Verwandlung des Chelsea-Parts, der insgesamt 2,3 Kilometer langen und zwischen 1929 und 1934 gebauten Strecke, die sich über 22 Straßenblocks von der Gansevoort Street bis zur 34th Street zieht, kostet 71 Millionen Dollar. Ende nächsten Jahres soll dieser Teil des Parks fertiggestellt sein. Die Eröffnung des südlichen Abschnitts der High Line ist bereits für Ende 2008 geplant. Insgesamt wurden 170 Millionen Dollar für das Projekt veranschlagt, neben privaten Spendern ist die Stadt an den Kosten beteiligt. Seit 1999 kämpft die Initiative "Friends of the High Line" mit prominenter Unterstützung, wie durch Schauspieler Edward Norton, erfolgreich für den Umbau der Trasse. Der Verein setzte sich vor Gericht gegen die Abrisspläne des früheren Bürgermeisters Rudolph Giuliani durch und zählt heute auf die Unterstützung von Stadt-Chef Michael Bloomberg.

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