Pritzker-Preis - Toyo Ito

Innovationen – grossartig realisiert

Der renommierte "Pritzker-Preis", 1979 von dem US-Amerikaner Jay A. Pritzker gestiftet, geht in diesem Jahr an den 71-jährigen Japaner Toyo Ito.
Ausgezeichnet:Renommierter Preis für den japanischen Architekten

Preisträger Toyo Ito posiert im März 2009 vor der von ihm entworfenen Fassade des Luxus-Apartmenthauses "Suites Avenue" in Barcelona

Der mit 100 000 Dollar prämierte "Pritzker-Preis", die vielleicht wichtigste Auszeichnung im Bereich Architektur, geht in diesem Jahr zum sechsten Mal an einen Japaner, den 71-jährigen Toyo Ito.

Der Vorsitzende der Preisjury, Lord Peter Palumbo, begründete die Verleihung, Toyo habe "in seiner gesamten Karriere ein Werk geschaffen, das konzeptuelle Innovationen mit großartig realisierten Gebäuden kombiniert". Palumbo attestierte ihm "überragende Architekturen für Büchereien, Häuser, Parks, Theater, Geschäfte, Bürogebäude und Pavillons". Toyo Ito sei "stets auf der Suche gewesen, die Möglichkeiten von Architektur zu erweitern". Der Preisträger selbst sagte: "Architektur ist durch verschiedene gesellschaftliche Zwänge eingeschränkt. Ich habe beim Entwerfen von Architekturen immer daran gedacht, dass es möglich wäre, mehr komfortable Bauten zu entwerfen, wenn wir von allen Restriktionen, auch für Kleinigkeiten, befreit wären."

"Goldener Lowe" für ein Wiederaufbauprojekt

Toyo Ito, der 1965 sein Architekturstudium an der Universität von Tokio absolviert hatte, baute zunächst Privathäuser, wurde dann aber rasch zum begehrten Entwerfer von öffentlichen Bauten. Dazu gehören der Pavillon der Serpentine Gallery im Londoner Kensington Garden (2002), das Hospital Cognacq-Jay in Paris (2006), das Aluminium Brick Housing in Groningen (2005) oder das Toyo Ito Museum of Architecture im japanischen Imabari (2011). Toyo Ito hat neben zahlreichen Auszeichnungen auch den renommierten "Praemium Imperiale" ("Weltkulturpreis zum Gedenken an seine Hoheit Prinz Takamatsu", 2001) bekommen und wurde mit dem "Goldenen Löwen" der Architekturbiennale in Venedig ausgezeichnet. Er hatte den japanischen Pavillon kuratiert, in dem ein Wiederaufbauprojekt für die vom Tsunami betroffene Region Rikuzentakata ausgestellt worden war.