06 / 12 / 2007
Brad Pitt
New Orleans
OHNE ERDUNG - IST PITTS TRAUM REALITÄTSTAUGLICH?
Dass Brad Pitt das Reißbrett eines Architekten mindestens genauso gern hat wie eine Filmkamera, ist ebenso bekannt, wie sein soziales Engagement. Diese beiden Leidenschaften verbindet er in seinem neuesten Projekt: Dem Wiederaufbau des „Lower Ninth Ward“ in New Orleans, einem der Viertel, in dem Hurrikan Katrina 2005 die größten Verwüstungen angerichtet hat.
Wo einst die Häuser einkommensschwacher Familien standen, gähnt heute ein großer freier Platz. Hier sollen futuristische Gebäude entstehen, die einem möglichen nächsten Hurrikan trotzen können. Brad Pitt beauftragte 13 Architekturbüros mit den Entwürfen. Die Architekten konnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen – unter einer Bedingung: Ein einzelnes Gebäude darf nicht mehr als 150 000 Dollar kosten und soll umweltschonend gebaut und betrieben werden. Um es vor einer neuen Flut zu schützen, muss der Wohnraum mindestens zwei Meter über dem Boden schweben, so Pitts Vorgabe.
Kostengünstiges Bauen unter ökologischen Gesichtspunkten ist laut Pitt kein Widerspruch: „Grünes Bauen senkt die herkömmlichen Gebäudekosten um 75 Prozent“, so der Hollywood-Star. Doch bei 150 geplanten Einfamilienhäusern entstehen trotzdem beträchtliche Kosten. Pitt allein spendet fünf Millionen Dollar, die gleiche Summe kommt von Steve Bing, dem Ölmultimillionär und Umweltschützer. Auf der Webseite von Pitts Stiftung „Make it Right“ kann auch der Normalbürger spenden – und so die Patenschaft übernehmen für eines der flutsicheren Ökohäuser oder auch nur für einen Teil von ihnen: „Man kann einen Durchlauferhitzer kaufen, einen Sonnenkollektor oder eine Wasser sparende Toilette“, so Pitt. „Das ist doch ein prima Weihnachtsgeschenk!“
06 / 12 / 2007
2 Leserkommentare vorhanden
martin
02:18
18 / 12 / 07 //
komm, mach purzelbaum...
unsere ossis wollten wir eigentlich auch in konfirmandenanzüge stecken, bevor wir ihnen das begrüssungsgeld gaben. aber sie haben nicht mitgemacht. ging ihnen wohl zu gut. na, die hier in new orleans werden nicht meckern. cheese!
ERNEST
02:13
18 / 02 / 10 //
WIR KÖNNEN ES BESSER
Die Häuser finde ich gar nicht gut. Schade ums Geld. lieber Herr Pitt es gibt noch andere Architekten. www.ferizi2a.com
