Sanzhi Pod City

Sanzhi Pod City wurde 1978 gebaut und war als Feriensiedlung für reiche Großstädter gedacht. Da das Projekt bereits 1980 eingestellt wurde, blieben die "Ufo-Häuser" allerdings 30 Jahre lang unbewohnt. Viele Geschichten und Legenden um Aliens und paranormale Aktivitäten ranken sich um den mysteriösen Ort im taiwanesischen New Taipei, der aussieht, wie das Filmset eines Science-Fiction Streifens aus den sechziger Jahren.

Hashima

De Aufnahme zeigt die japanische Insel Hashima, in der Nähe der Stadt Nagasaki. 1810 hatte man Kohlevorkommen entdeckt und mit dem Abbau begonnen. 1959 erreichte man die bis dahin höchste weltweit gemessene Bevölkerungsdichte von 3450 Bewohnern pro Quadratkilometer. 1974 wurde die Mine geschlossen, 2009 ein Teil der Insel für Touristen geöffnet.

Wonderland

Wonderland sollte der größte Vergnügungspark in ganz Asien werden – die atemberaubende chinesische Antwort auf Disneyland. Während der Bebauung des 48 Hektar großen Geländes kam es zu Korruptionsskandalen und Streitigkeiten mit Bauern und lokalen Landbesitzern. Ihre Kinder spielten später in den unfertigen Gebäuden, Schlössern und Türmen, die einmal zur kitschigen Traumwelt hatten werden sollen. Auch Grafitti-Künstler und Hausbesetzer nutzten die Vergnügungs-Geisterstadt, bis sie 2013 endgültig abgerissen wurde.

Palast der Kommunistischen Partei

Der Palast, offiziell als Denkmal der Kommunistischen Partei Bulgariens bekannt, liegt in der Nähe des Schipka-Passes in 1440 Metern Höhe. Der Berg war einst Schauplatz von Außeinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und bulgarischen Rebellen. Nach der endgültigen Vertreibung der Türken hielten bulgarische Sozialisten hier erste geheime Zusammenkünfte ab. 1974 gebaut, galt dieser Ort in seinen goldenen Zeiten als eine der bedeutendsten Ikonen der kommunistischen Welt. Nach dem Fall der Regierung 1989 geriet das Memorial, das zuvor Eigentum der Kommunistischen Partei gewesen war, in den Besitz des Staates und somit auch in Vergessenheit.

Ryugyong-Hotel

Das Ryugyong-Hotel, mit dessen Errichtung Mitte der achtziger Jahre begonnen wurde, sollte nach dem Willen der nordkoreanischen Staatsführung nicht nur das größte Gebäude der "Demokratischen Volksrepublik Korea" werden, sondern auch der höchste Hotelbau und das siebthöchste Gebäude der Welt. Dann kam Anfang der neunziger Jahre die schwere Wirtschaftskrise und mit ihr der Baustopp. Dank umfangeicher Investitionen konnten die Arbeiten 2008 wieder aufgenommen werden. Die Eröffnung des Hotels lässt aber bis heute auf sich warten.

Fürstentum Sealand

Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs waren hier rund 200 Angehörige der National Navy stationiert. Sealand oder die Plattform HM Fort Rought wurde 1942 als Maunsell-Seefestung zur Verteidigung gegen deutsche Luftangriffe außerhalb der britischen Hoheitsgewässer installiert. Aus der Militärplattform wurde 1967 ein "Unabhängiges und souveränes Fürstentum". Der Brite Paddy Roy Bates hatte sie ein Jahr zuvor besetzt, um dort einen auf Rock und Pop spezialisierten Piratensender einzurichten. Heute hat Sealand eine Verfassung, eine Hymne, eine Währung, Briefmarken und sogar eine eigene Fußballmannschaft.

Nara Dreamland

Nara Dreamland sollte das japanische Disneyland werden. Allerdings erzielte man keine Einigung für die Nutzung der Disney-Figuren. Eigene Charaktere und Maskottchen wurden entwickelt. Der Park wurde 1961 eingeweiht. Nach der Eöffnung von Disneyland Tokio im Jahre 1983 ging es allerdings bergab. 2006 wurde der Park geschlossen. Eine der Hauptattraktionen war die Achterbahn Aska, eine reine Holzkonstruktion, die heute überwuchert.

 

Kolmanskuppe

Kolmanskuppe ist eine in der Namibwüste im Süden Namibias gelegene Siedlung, zehn Kilometer von der Hafenstadt Lüderitz entfernt. Sie wurde ab 1908 nach dem Fund der ersten Diamanten auf Anweisung der deutschen Kolonialverwaltung errichtet. Seit 1954 ist Kolmanskuppe verlassen – allerdings bis heute ein bekanntes touristisches Ziel. Die einstigen Behausungen der Pioniere bergen noch die zurückgelassenen Möbel und Gerätschaften und werden so zu Zeugen der Vergangenheit.

Kernkraftwerk Krim

Das nie fertiggestellte Kernkraftwerk Krim sollte ursprünglich die gesamte Halbinsel mit Energie beliefern. Stattdessen landete es als teuerster Kernreaktor im Guinness-Buch der Rekorde. Außerdem beherbergte der Ort von 1995 bis 1999 das jährliche Musikfestival KaZantip, das unter dem Motto: "Nuklearparty im Reaktor" im Turbinenraum stattfand.

Abraham-Lincoln-Turm

Der unvollendet gebliebene Abraham-Lincoln-Turm steht in Rio de Janeiro. Von den 454 Appartements haben etwa 250 Käufer gefunden. Allerdings warten diese bis heute auf den Abschluss der Bauarbeiten. Das Projekt stand von Baubeginn an unter keinem guten Stern: finanzielle Probleme, Streit mit Privatbesitzern, illegale Besetzungen und letztlich die Insolvenz des Bauunternehmens im Jahr 2004. Damit starb auch die Hoffung der meisten Wohnungseigentümer, den Turm tatsächlich eines Tages beziehen zu können.

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