Diskussion um Museum der Moderne in Berlin

Architekten verteidigen Entwurf

Die Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron haben ihren umstrittenen Entwurf für das Berliner Museum der Moderne verteidigt. Das Ziel sei es, "isoliert dastehende Architekturen untereinander in Beziehung zu bringen".
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Siegerentwurf von Herzog & de Meuron für das geplante Museum "Neue Nationalgalerie – Museum des 20. Jahrhunderts“ (Präsentationsplan)

 

"Wer genau hinschaut, erkennt, dass dieses Gebäude genau jene Offenheit und Vielfalt bietet, um die derzeit isoliert dastehenden Architekturen untereinander in Beziehung zu bringen und die Leerräume in Orte umzuformen, wo sich Menschen gern aufhalten", sagte Jacques Herzog dem "Focus" am Samstag. Die kontroversen Reaktionen auf ihren Entwurf sähen sie positiv. 

Die preisgekrönten Architekten, die unter anderem auch für das Nationalstadion in Peking und die Elbphilharmonie in Hamburg verantwortlich waren, hatten für das neue Museum in Berlin einen riesigen, scheunenartigen Bau vorgeschlagen. Das Gebäude soll am Kulturforum die bestehende Lücke zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Philharmonie schließen.

Leerräume schließen

Das Projekt stehe noch am Anfang, meinte Herzog nun weiter. "Selten wird ein Wettbewerbsentwurf dann genau so gebaut." Abstimmungen mit den Bauherren sei das Duo gewohnt. Pierre de Meuron erklärte zum Entwurf: "Wir sind überzeugt, dass wir daraus einen Museumsbau entwickeln werden, der das Kulturforum städtebaulich neu ordnen und daraus einen sehr belebten, durchlässigen, öffentlichen Ort machen wird."

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Die Elbphilharmonie in Hamburg, die Allianz Arena in München und das Nationalstadion in Peking: Jetzt bekommt auch Berlin einen spektakulären Bau von Herzog & de Meuron. Ein "Haus" für die Kunst.