Britischer Architekt erhält Auftrag

Norman Forster erweitert Prado

Fast 50 international bekannte Architekten buhlten um den Auftrag des renommierten Madrider Museo del Prado, gewonnen hat ein alter Bekannter. Der Umbau von Norman Forster soll 30 Millionen Euro kosten und zum 200. Museumsjubiläum 2019 fertig sein.
Norman Forster erweitert Prado

Der geplante neue Südeingang zum "Saal der Königreiche"

Der britische Star-Architekt Sir Norman Foster wird mit der geplanten Erweiterung des weltberühmten Madrider Prado-Museums beauftragt. Das gab am Donnerstag die Museumleitung bekannt. Insgesamt bewarben sich 47 international renommierte Architekten wie der Niederländer Rem Koolhaas oder der Portugiese Eduardo Souto de Moura für den Auftrag. Die Jury wählte unter den acht Finalisten aber schließlich den gemeinsam mit dem spanischen Architekten Carlos Rubio entwickelten Entwurf von Foster aus.

Das Prado-Museum soll um ein nahes Gebäude aus dem 17. Jahrhundert erweitert werden, in dem bis vor zehn Jahren das Madrider Heeresmuseum untergebracht war. "Durch die Erweiterung gewinnt die Pinakothek eine Ausstellungsfläche von 2.500 Quadratmetern hinzu", erklärte Prado-Direktor Miguel Zugaza. Vor allem der gigantische "Saal der Königreiche", in dem König Philipp IV. in seiner Regierungszeit zwischen 1621 und 1665 Empfänge gab, eigne sich mit seinen hohen Wänden besonders gut für Kunstausstellungen, so Zugaza.

Norman Forster erweitert Prado

Etwas kompliziert: Die Zusammenfassung des Vorschlags von Norman Foster für den "Saal der Königreiche"

Der Umbau soll rund 30 Millionen Euro kosten und zum 200-jährigen Bestehen des Prado-Museums im Jahr 2019 abgeschlossen sein. Die letzte Erweiterung des Prados wurde vom spanischen Architekten und Pritzker-Preisträger Rafael Moneo 2007 durch einen neuen Anbau vorgenommen. Das Prado-Museum gehört mit seiner Kunstsammlung alter Meister wie Bosch, Velázquez, El Greco, Tiziano und Goya zu den größten und wichtigsten Museen der Welt.

Norman Foster gehört zu den renommiertesten Architekten der Welt. Zu seinen bekanntesten Bauten gehören die Swiss Re Zentrale in London, das Millau-Viadukt in Südfrankreich, der Flughafen von Peking sowie die Neugestaltung des Berliner Reichtags und des Londoner Wembley-Fußballstadions. Der 1990 von Queen Elizabeth II in den Adelsstand erhobene Foster wurde 1999 mit dem angesehenen Pritzker-Architekturpreis geehrt.

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