Cappella Palatina - Palermo

Ein Bilderbuch in Gold

Fünf Jahre lang wurde mit Hilfe des deutschens Unternehmens Würth die Cappella Palatina im Normannenpalast im sizilianischen Palermo restauriert – jetzt kann sie wieder besucht werden
"Die schönste Kirche der Welt":Cappella Palatina kann wieder besucht werden

Erstrahlt in altem Glanz: die Cappella Palatina im sizilianischen Palermo

Der französische Schriftsteller Guy de Maupassant, der Palermo 1885 besuchte, hatte über die Cappella Palatina gesagt, sie sei "die schönste Kirche der Welt, das erstaunlichste kirchliche Juwel, das menschlicher Verstand sich überhaupt vorstellen kann". 
Niemand, der dieses Wunderwerk im Normannenpalast im sizilianischen Palermo gesehen hat, wird Maupassant widersprechen. Die dreischiffige Kapelle ist zwischen 1130 und 1140 entstanden, ihr Innenraum über und über mit kostbaren goldenen Mosaiken ausgekleidet. Man muss kein bekennender Christ sein, um von den in Gold und kostbaren Farben schimmernden Erzählungen aus Altem und Neuem Testament überwältigt zu sein.

Seit fünf Jahren aber war dieser Innenraum gar nicht zugänglich beziehungsweise durch Gerüste und Schutzplanen verhüllt, denn Restauratoren, Handwerker und Techniker haben ein gigantisches Restaurierungsprojekt in die Tat umgesetzt: Das Gotteshaus war durch ein Erdbeben im Jahr 2001 stark beschädigt worden. Jetzt ist die Cappella Palatina endlich fertiggestellt, was mit einem Festakt gefeiert wurde – ab Freitag, 11. Juli, ist sie auch wieder komplett zu besichtigen.

Entscheidend zum Erfolg des Unternehmens hat die Gemeinnützige Stiftung Würth aus Künzelsau beigetragen, ins Leben gerufen vom Industriellenehepaar Reinhold und Carmen Würth. Die Stiftung der beiden Kunstsammler hat für die Restaurierung 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Würth-Gruppe hat sich auch über die Restaurierung der Kapelle hinaus kulturell engagiert: Im Normannenpalast hat sie mehrere Ausstellungen mit Werken aus der reichhaltigen Sammlung Würth gezeigt. Dieses Engagement soll auch in Zukunft Bestand haben: Noch bis zum 15. Juli ist dort die Ausstellung "Max Ernst nella Collezione Würth" zu sehen, eine Schau mit Werken von Pablo Picasso ist geplant.

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